Die vergessenen Malalas

Am vergangenen Freitag hielt Malala Yousafzai, jenes Mädchen, welches im vergangenen Jahr von einem Extremisten in den Kopf geschossen wurde, ihre Rede vor der UNO. Der sogenannte „Malala Day“ wurde seitens der Medien ausgiebig gefeiert. Dabei setzte man ein weiteres Mal auf eine oberflächliche Berichterstattung und drängte Hintergrundfakten beiseite.

Malala Yousafzai vor der UN (Foto: EPA)

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Angelsächsische Heldenverehrung

Der britische Prinz Harry soll erstmals an einem Killerkommando in Afghanistan beteiligt gewesen sein. Dabei hat er angeblich einen Taliban-Kommandanten getötet. Harrys erste Ermordung ist für die britischen Mainstream-Medien natürlich ein Grund zum Feiern. „The Sun“ feiert den „Erfolg“ des Prinzen, indem sie Kriegspropaganda betreibt. Der Enkel der Queen wird als „Held“ und als „Legende“ dargestellt, der den „bösen Terroristen“ zu Recht getötet hat und einen „guten Job“ macht.

Quelle: etonline.com

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Imran Khan und der „Heilige Krieg“

Der pakistanische Politiker Imran Khan will den Taliban-Terror in Afghanistan rechtfertigen, indem er ihn als „Heiligen Krieg“ bezeichnet. Khan ist der Meinung, dass es richtig sei, die fremden Besatzer im Nachbarland zu bekämpfen. Seine Aussagen fielen nicht nur zu einem falschen Zeitpunkt, sondern sind auch heuchlerisch und falsch. Von der afghanischen Regierung wurde Khan für seine Aussagen bereits auf das Schärfste kritisiert.

Mit dieser Aussage hat Khan, der sich oft als paschtunischer Patriot ausgibt, wieder einmal bewiesen, dass er nur eine pakistanische Marionette ist. Khan nennt die afghanischen Taliban „Mudschaheddin“, während die pakistanischen Taliban als „Terroristen“ abgestempelt werden. Abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass alle Taliban, egal ob in Pakistan oder in Afghanistan, von der pakistanischen Regierung und dem Geheimdienst ISI in jeglicher Hinsicht gefördert wurden. Die Vergangenheit hat schon des Öfteren bewiesen, dass der ISI hauptsächlich im Interesse des CIA handelt und dass beide bis heute alles versuchen, um einen Frieden in Afghanistan zu verhindern.

Imran Khans Aussage kam zu einem unpassenden Zeitpunkt, denn vor kurzer Zeit sorgte der Fall des paschtunischen Schulmädchens Malala Yousafzai weltweit für Schlagzeilen. Yousafzai stammt aus dem Swat-Tal, das wie einige andere paschtunische Stammesgebiete teilweise unter Taliban-Kontrolle ist. Die Taliban hängten dort ein Schulbesuchsverbot für Mädchen aus. Yousafzai besuchte aus Protest weiterhin den Schulunterricht bis sie eines Tages von einem Talib in den Kopf und in den Nacken geschossen wurde. Sie überlebte den Anschlag und befindet sich gegenwärtig in einer Klinik in Birmingham. In den letzten Tagen wurde das junge Mädchen sehr berühmt. Die pakistanische Regierung wiederholte, den Kampf gegen die „Terroristen“ zu verschärfen. Dass allerdings die gleichen Fanatiker weiterhin in Afghanistan unterstützt werden, wird beiseite gedrängt.

Der „Fall Malala“ ist sehr traurig, doch er wurde sofort von der Politik missbraucht. Wenn die pakistanische Regierung über das Schicksal des paschtunischen Mädchens an spricht, muss sie auch über den Drohnen-Krieg von Barack Obama reden. Immerhin genehmigt Islamabad den Friedensnobelpreisträger, jeden Tag paschtunische Zivilisten an der afghanisch-pakistanischen Grenze zu ermorden. Aus einem neuen Bericht ging hervor, dass achtzig Prozent der Drohnen-Opfer Zivilisten seien. Laut Washington gilt jeder junge Mann, der das achtzehnte Lebensjahr beendet hat, als „bewaffneter Kämpfer“.

Außerdem sollte nicht permanent auf andere Terroristen gezeigt werden, während die pakistanische Armee selbst Terror verbreitet. Vor einigen Wochen wurde die afghanische Provinz Kunar mit pakistanischen Raketen befeuert. Auch hier kamen Zivilisten ums Leben. Abgesehen davon darf man nicht die Verbrechen des Militärs vergessen, die in Yousafzais Heimatprovinz Swat während der Kämpfe mit den Taliban begangen wurden. In all diesen Fällen macht sich die pakistanische Regierung als Mittäter verantwortlich.

Eine weitere Sache wären die zahlreichen ISI-Agenten, die sich gegenwärtig in Afghanistan aufhalten, um dort Unruhe zu stiften. Mit Unruhe meine ich unter anderem Selbstmordattentate auf Marktplätzen, Attentate auf Politiker, Autobombenanschläge in Schiiten-Vierteln oder in der Nähe von Sufi-Schreinen und andere Verbrechen, die gegen die afghanische Bevölkerung begangen werden. Ich würde von Herrn Khan gerne wissen, ob dies auch ein Teil seines erwähnten „Heiligen Kriegs“ sei.

Wie schon erwähnt, gibt sich Imran Khan oft als patriotischer Paschtune aus. Deshalb fragt man sich, warum er nicht über die Themen redet, die ich gerade angesprochen habe. Die Opfer der gegenwärtigen pakistanischen Politik sind hauptsächlich Paschtunen. Mit seiner Aussage unterstützt Khan eine Gruppierung, die nichts mit der paschtunischen Bevölkerung und deren Kultur zu tun hat, sondern nur für die Interessen anderer instrumentalisiert wird. Die Mächte, die hinter den Taliban stehen, haben nichts mit Religion am Hut. Für sie ist Religion nur ein Mittel zum Zweck und Imran Khan hilft ihnen indirekt, indem er derartige Aussagen von sich gibt.

100 000 Dollar für den Kopf des Filmemachers

Pakistans Eisenbahnminister Ghulam Ahmad Bilour setzte ein Kopfgeld in Höhe von 100 000 Dollar auf den Kopf von Nakoula Basseley Nakoula, jenem koptischen Christen, der in den USA den Anti-Islam-Film produzierte. Damit zeigt Pakistan wieder einmal, wie sehr es Extremisten und anderen Personen, die daraus ihren Nutzen ziehen könnten, in die Hände spielt.

Während in Pakistan in den vergangenen Tagen die Proteste gegen den Film eskalierten und mehrere Menschen dabei ums Leben kamen, will ein pakistanischer Politiker auf sich aufmerksam machen, indem er die Lage noch mehr aus dem Ruder laufen lässt. Außerdem rief der Mann die Taliban und jene Gruppierung namens „Al-Qaida“ auf, diese „Mission“ zu unterstützen. Jene Gruppen, die vor allem in Afghanistan ihren Terror verbreiten, sollen wieder einmal für einen der besten Verbündeten der USA tätig werden.

Pakistans Regierung hat sich von Bilour distanziert, doch im Grunde genommen kann sie das gar nicht. Der Mann ist Mitglied der pakistanischen Regierung und diese muss demnach dafür gerade stehen. Deshalb müsste er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt enthoben werden, doch so etwas wird nicht passieren. Abgesehen davon hat Bilour auch das Ansehen seiner Partei, der hauptsächlich paschtunischen Awami National Party (ANP) beschmutzt und damit anti-paschtunischen Kräften in die Hände gespielt. Bilour selbst ist kein ethnischer Paschtune.

Während die paschtunische Minderheit in Pakistan seit Jahren unterdrückt wird, sei es von der Regierung oder von ISI-Handlangern wie den Taliban, will sich dieser Mann ins Rampenlicht rücken, indem er vorgibt, den Kopf des Filmemachers zu wollen. Ghulam Ahmad Bilour ist kein Einzelfall in Pakistans Regierung. Während Politiker immer wieder harte Strafen für Blasphemie verlangen und sich als „streng islamisch“ verkaufen wollen, unterdrücken sie andere muslimische Minderheiten im Land und fördern teilweise den Krieg in Afghanistan.

In Karatschi, der gefährlichsten Stadt der Welt, spielten sich in den letzten Tagen die meisten Krawalle ab. Dort herrscht schon seit einigen Jahren eine Art Bandenkrieg zwischen den Anhängern der schon erwähnten Awami National Party und jenen der Muttahida Qaumi Movement (MQM). Die Anhänger der MQM sind größenteils Nachfahren indischer Migranten. Solche Gruppierungen lassen sich leicht von derartigen Äußerungen beeinflussen und nutzen sie aus, um ihre eigenen Interessen mit Gewalt umzusetzen. Mich würde es nicht wundern, wenn schon in den vergangenen Tagen die Proteste gegen den Film dafür ausgenutzt wurden. Die pakistanische Regierung sieht wie gewohnt zu und unternimmt nichts dagegen.

Abgesehen davon gibt es Gerüchte, die besagen, dass Bilour Besitzer mehrerer Kinos in Peschawar sei. Einige davon wurden in den letzten Tagen in Brand gesteckt. Angeblich befand sich unter diesen auch ein „Porno-Kino“. Dieser Verlust ließ hat wohl das Fass des „strenggläubigen“ Ministers zum überlaufen gebracht.

Taliban mit jüdischen Wurzeln?

Seit längerem gibt es viele Theorien innerhalb und außerhalb Afghanistans, die besagen, dass die Paschtunen Nachfahren der Stämme Israels seien. Demnach würden die radikalislamischen Taliban, die natürlich auch immer wieder gegen Israel wettern, ironischerweise jüdisch-israelitische Wurzeln haben. Auch unter vielen Paschtunen scheint diese Theorie beliebt zu sein, manche zeigen sich dann komischerweise solidarisch gegenüber Israel, andere wiederum wollen davon nichts wissen, während sie von manchen als „Nachkommen der Juden“ beschimpft werden. Gerüchte sagen, dass die israelische Regierung von der Abstammung der Afghanen Bescheid wisse, dies aber verheimliche. Tatsächlich fanden schon DNA-Untersuchungen, die vom israelischen Außenministerium finanziert wurden, statt. Ungeachtet von den Ergebnissen, die noch ausstehen, gibt es ein paar klare Fakten, welche die angeblich israelitische Abstammung der Paschtunen deutlich in Frage stellen.

Die Paschtunen berufen sich bis heute auf einen einzigen Urahn namens Imraul Qais (575 – 661). Qais, auch als „Kesh“ oder „Qesh“ bekannt, kam 575 in der heutigen afghanischen Provinz Ghor auf die Welt. Er war der erste Paschtune, der nach Mekka und Medina reiste, dort den islamischen Propheten Mohammad traf und den Islam annahm. Von Mohammad erhielt er den Namen „Abdur Rashid“.

Angeblich soll Qais israelitische Wurzeln gehabt haben und ein Nachfahre des biblischen Königs Saul gewesen sein. Saul soll um 1000 v. Chr. gelebt haben und soll der erste König Israels gewesen sein. Auch der Quran berichtet über ihn. In arabischen Schriften wird er „Malik Talut“ genannt. Er wird in allen heiligen Schriften der abrahamitischen Religionen erwähnt. Saul soll einen Sohn namens „Afghan“ oder „Afghana“ gehabt haben. Mündlichen Überlieferungen nach soll er das Heilige Land verlassen und sich mit seiner Familie im Gebiet des heutigen Afghanistans niedergelassen haben. Wann dies genau geschah, ist bis heute noch unklar. Die Regierungszeit Sauls ist auch gegenwärtig umstritten und nicht bewiesen. Saul war ein Abkömmling des Stammes Benjamins, einem der „Verlorenen Stämme Israels“. Die Stämme Israels sahen sich als Nachfahren der Söhne Jakobs. Diese werden auch als „Erzväter“ bezeichnet. Durch die jüdische Diaspora, die in der Antike begann, zerstreuten sich die Stämme Israels auf der Erde.

Die Paschtunen haben gegenwärtig die größte Stammesgesellschaft der Welt. Ihr Stammessystem ähnelt dem der Israeliten. Dies ist aber noch lange kein Beweis dafür, dass sie deshalb von ihnen abstammen. Abgesehen davon, dass die Legende von Qais aus historischer Sicht bis jetzt nicht bewiesen wurde, gibt es noch zahlreiche andere Ungereimtheiten. Anfang 2010 analysierte die indische Forscherin Shahnaz Ali Genmaterial von Mitgliedern des Stammes der Afridi. Unterstützt wurde sie von Dr. Navaz Afridi. Die beiden sind davon überzeugt, dass die Paschtunen aus Israel stammen. Laut Dr. Afridi, der die DNA von aschkenasischen Juden aus Haifa mit jener von Stammesmitgliedern der Afridi verglich, haben die Paschtunen nach irakischen und iranischen Juden am ehesten genetische Gemeinsamkeiten mit den Israelis aus Haifa. Die sogenannte Haplogruppe R (Y-DNA) wurde bei sieben Prozent der Paschtunen, als auch bei Juden gefunden.

Kulturell und sprachlich haben die Paschtunen mit den Juden keinerlei Gemeinsamkeiten. Ihre Sprache, das indogermanische Paschto, zeigt keinerlei Ähnlichkeit mit dem semitischen Hebräisch. Beide Völker sind streng patriarchal, doch ein Jude wird erst durch seiner Mutter zum Juden, ein Paschtune hingegen ist ein Paschtune, wenn sein Vater Paschtune ist.

Die Anhänger der Israel-Theorie verweisen immer wieder auf eine berühmte Mauer in der Stadt Kandahar, gegenwärtig bekannt als Taliban-Hochburg. Viele Treppen muss man gehen, bis man die besagte Mauer, die auf einem Hügel steht, erreicht hat. Auf der Mauer findet man hebräische Schriftzeichen, deren Herkunft bis heute nicht geklärt wurde. Die Männer einiger Paschtunen-Stämme bevorzugen es, lange Haare zu tragen. Einige sind der Meinung dass die Männer des Stammes Simeon, einem der verlorenen Stämme Israels, das Gleiche taten.

Der pakistanische Journalist und Historiker Salman Rashid, mit dem ich in der Vergangenheit schon in Kontakt stand, hat zu den Wurzeln dieses Volkes eine interessante These, welche auch den meisten Paschtunen eher unbekannt zu sein scheint.

Rashid behauptet, dass der Ursprung des Wortes „Afghane“ im sanskritischen Wort „Ashv“ liegt, was übersetzt „Pferd“ bedeuten würde. Im Altpersischen wurde daraus „Asp“, was heute noch verwendet wird. Der altgriechische Historiker Herodot bereiste zu seinen Lebzeiten, sprich, im 5. Jahrhundert vor Christus, viele Länder. Eines davon lag in den heutigen afghanischen Provinzen Pakita und Paktika. Die dortige Bevölkerung bezeichnete sich als „Pactyan“ und war ein Reitervolk.

Diese Reiter wurden als „Ashvaka“ (Sanskrit) oder „Aspagan“ (Altpersisch) bezeichnet. Das Land in dem die Pactyan lebten, wurde von den alten Persern „Apaganistan“ genannt, was dem Wort „Afghanistan“ sehr nahe kommt. Außerdem würde es die Theorie widerlegen, Afghanistan sei nach einer Person namens Afghana benannt worden.

Salman Rashid geht noch weiter und stellt fest, dass es unter den verschiedenen Stämmen der Pactyan einen Stamm gab, der mit der Reitkultur sehr verbunden war. Dieser Stamm nannte sich „Aspzai“. Aus dem Wort „Asp“ wurde im Laufe der Islamisierung „Yussuf“. Da viele Paschtunen Schwierigkeiten haben, den F-Laut auszusprechen, hört man „Yussuf“ auch als „Essop“ oder „Ussup“. Demnach wird der Stamm der Yussufzai, einer der größten Stämme der Paschtunen, auch „Essopzai“ genannt, was wiederum dem Wort „Aspzai“ sehr ähnlich ist.

Die Anhänger der Israeliten-Theorien behaupten wiederum, dass durch Stammesnamen wie Yussufzai, Barakzai, Musakhel oder Slemankhel die Abstammung von den Juden eindeutig sein muss. Wohl gemerkt, Josef, Barak, Moses und Salomon werden nicht nur im Alten Testament erwähnt, sondern auch im Quran. Demnach könnte diese Namensgebung genauso durch die Islamisierung Afghanistan stattgefunden haben.

Im Laufe der Geschichte bekannten sich immer wieder afghanische Herrscher zu ihren angeblichen israelitischen Wurzeln. So behauptete der einstige Emir Afghanistans, Dost Mohammad Khan, dass sein Volk aus Israel stammt. Eine andere Geschichte, die allerdings nie belegt wurde, besagt, dass Nadir Schah, der Amanullah Khan im 20. Jahrhundert auf dem Thron folgte, einst von den Stammesältesten der Yussufzai mit einer goldenen Thora empfangen wurde. Abgesehen davon, dass so etwas unter Muslimen unüblich ist, fragt man sich, woher die Ältesten solch ein Exemplar hatten. Der letzte König Afghanistans, Mohammad Zaher, behauptete zu seinen Lebzeiten, ein Nachkomme des Stammes Benjamin zu sein. Während seiner Herrschaft wurden die Juden Afghanistans sehr gut behandelt. Mit der Gründung des israelischen Staates zogen es die meisten von ihnen vor, Afghanistan aufgrund des Krieges und der wirtschaftlichen Situation zu verlassen.

Die afghanischen Juden waren jedoch keine Paschtunen, sondern sogenannte Mizrachim, sprich, orientalische Juden. Im zentralasiatischen Gebiet sind sie auch als bucharische Juden bekannt. Sie sprechen Persisch oder „Bukhori“, einen persischen Dialekt, der mit hebräischen Buchstaben geschrieben wird. In Afghanistan gibt es gegenwärtig einen einzigen Juden, der in einer Synagoge in Kabul lebt. Zebulon Simentov stammt ursprüchlich aus Herat, was ein Afghane an seinem ausgeprägten Herati-Akzent schnell erkennen kann. Seine Familie hat er schon längst nach Israel geschickt. Afghanistan betrachtet er als seine Heimat, deshalb will er nicht auswandern.

Fakt ist trotzdem, dass die bucharischen Juden nichts mit den Paschtunen gemeinsam haben. Obwohl es laut Dr. Nawaz Afridi gewisse Gemeinsamkeiten seitens der DNA gibt, sind Historiker wie Salman Rashid davon überzeugt, dass die Paschtunen ein indogermanisches Volk sind mit einer indogermanischen Sprache. Ein Volk, welches schon seit Jahrtausenden in derselben Region lebt, jene Region, die auch einst von Herodot bereist wurde.

Viele Völker Zentralasiens wollen sich höher stellen, indem sie behaupten, sie seien die Nachfahren von Juden oder Araber. Viele von ihnen sehen ihre Vorfahren lieber im Alten Testament oder im Quran und wollen nicht einsehen, dass es einfache Menschen waren. Einfach gesagt, wollen sie ihre Herkunft „veredeln“.

Nichtsdestotrotz sind viele Fragen ungeklärt. Aufgrund der gegenwärtigen Situation in Afghanistan zeigt man wenig Interesse für solche Themen und auch die Paschtunen haben mit anderen Problemen zu kämpfen, als sich um ihre ursprüngliche Herkunft zu kümmern. Man kann nur hoffen, dass sich dies eines Tages zum Positiven ändern wird.