Von Kriegsfürsten und Katzenliebhabern

Noch diese Woche soll das afghanische Volk entscheiden, wer Hamid Karzais Nachfolger wird. Von einem sauberen Wahlkampf kann nicht die Rede sein. Selbst die unabhängige Wahlkommission des Landes kam vor Kurzem zu dem Schluss: Die Mehrheit der Kandidaten, die noch im Rennen sind, haben gegen grundlegende Normen und Regeln verstoßen.

Foto: AFP/ Aref Karimi

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Afghanistans neuer Kolonialpakt

Noch in diesem Jahr – wahrscheinlich wohl spätestens zu Beginn des nächsten Jahres – wollen die ISAF-Truppen aus Afghanistan abziehen. Nach über einem Jahrzehnt Krieg, in dem am Hindukusch die Korruption in die Höhe geschossen ist, der Opiumanbau ein Rekordausmaß erreicht hat und der Terrorismus gestiegen ist, will die internationale Staatengemeinschaft, allen voran die USA, das Land nicht vollkommen im Stich lassen. Zumindest soll dieser Anschein geweckt werden.

Foto: AFP/ Getty Images

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Kinderlachen ist stärker als Kriegsgeheul

Foto: Emran Feroz

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Salim ist elf Jahre alt. Zumindest glaubt er das. Wie alt er genau ist, weiß Salim nicht – wie viele Kinder in Afghanistan. Salims Tag beginnt pünktlich mit dem Morgengebet. Eine Tasse Tee. Ein Stück Brot. Dann geht es zur Metallwerkstatt. Weiterlesen

Staubiges Kabul

Vom Flugzeug aus sieht man die erhabenen Berge jenes Landes, dessen Volk sich nie unterwerfen ließ. Hier scheiterten sie alle – von Alexander dem Großen bis hin zu Barack Obama. Auf den Gipfeln der Berge liegt noch Schnee, was sie noch prächtiger aussehen lässt. Wer über Afghanistan fliegt, kann nur dessen einzigartige Landschaft bewundern. Dass hier seit über drei Jahrzehnten Krieg herrscht, merkt man vom Flugzeug aus nicht. Man sieht weder die zahlreichen, einzelnen Schicksale, noch das unschuldige Blut, was tagtäglich geflossen wurde und immer noch fließt.

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Foto: Emran Feroz

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Tote Afghanen und die Sorgen der Elite

Vor einigen Tagen kam es im Kabuler Stadtteil Wazir Akbar Khan – der wohlhabendsten Gegend der Stadt, in der sich unter anderem auch mehrere westliche Botschaften befinden – zu einem verheerenden Selbstmordattentat. Unter denen Opfern befanden sich zahlreiche Ausländer, allerdings auch Afghanen. Der Anschlag – zu dem sich kurz darauf die radikalislamischen Taliban bekannten – traf das Herz Kabuls. Die Anschlagsszene – ein libanesisches Restaurant – war vor allem Treffpunkt wohlhabender Bürger sowie ausländischer Arbeitnehmer.

Afghanische Spezialeinsatzkräfte nach dem Anschlag in der „Taverna Du Libane“ in Kabul. (Foto: Reuters)

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