„Die USA möchten erobern und kontrollieren“

Vor wenigen Wochen wurde die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ihres Amtes enthoben. Nachdem die linke Regierung abgesetzt wurde, setzen sich neoliberale Hardliner durch und agieren vor allem im Interesse der USA und westlicher Finanzinstitutionen. Diese Entwicklungen werden in den europäischen Medien nur sehr spärlich – und wenn, dann meist komplett unkritisch – behandelt. Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald lebt in Rio de Janeiro und gehört mittlerweile zu den kritischsten Beobachtern des Geschehens in Brasilien. Ich sprach mit ihm über die gegenwärtige Situation im Land.

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Glenn Greenwald gehört zu den bekanntesten Journalisten der Welt. Nachdem er 2013 gemeinsam mit Edward Snowden die NSA-Affäre ins Rollen brachte, gründete er mit seinen Kollegen Jeremy Scahill und Laura Poitras die Investigativplattform „The Intercept“

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Weder Ein- noch Zwei-Staaten-Lösung

Der israelische Historiker und Professor an der Universität Exeter Ilan Pappé kritisiert im Gespräch die einseitige Politik der Regierung Netanjahu, die an der Kontrolle des gesamten historischen Palästinas festhält und die Restauration der autoritären arabischen Regime gutheißt.

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Ilan Pappé

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„Ich wurde als Kebab-Discopumper beschimpft“

Der deutsch-iranische Rapper Kaveh setzt sich für linke Grundsätze ein und ist bekannt für seine kritischen politischen Texte. In seinen Texten geht es um Imperialismus und Unterdrückung. Daher gehört auch der Nahost-Konflikt in Israel und Palästina zu Kavehs Schwerpunkten. Nachdem er in diesem Kontext vor einiger Zeit einen Track herausbrachte, der vor allem den Umgang von deutschen Linken – den sogenannten Antideutschen – mit der Situation im Gaza-Streifen und in den besetzten Gebieten kritisiert, ist der Rapper zu deren Zielscheibe geworden – und zahlreichen rassistischen Beleidigungen und Denunzierungen ausgesetzt.

Palästinenser mit Kufiya in Beil El, Westjordanland (Foto: AJ+)

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Selbstbestimmter Umgang mit dem Kopftuch

Fereshta Ludin gehört wohl zu den bekanntesten Lehrerinnen Deutschlands. 2003 begann ihr Kampf, mit Kopftuch an Schulen unterrichten zu dürfen – zunächst ohne Erfolg. Doch nach dem jüngsten Urteil der Karlsruher Richter ist sie optimistisch. 

Fereshta Ludin (Foto: Qantara.de)

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„Der tödliche Status Quo wird von der Bundesregierung verteidigt und gefördert“

Während die Augen der Weltöffentlichkeit auf den Irak, Syrien oder die Ukraine gerichtet sind, spitzt sich die Lage im „Heiligen Land“ weiterhin zu. Die Unruhen im Westjordanland und in anderen von Israel besetzten Gebieten haben ein neues Ausmaß erreicht. Und zur gleichen Zeit liegt der Gaza-Streifen, den die westliche Berichterstattung schon längst verdrängt hat, immer noch in Trümmern.

Max Blumenthal auf dem Russel Tribunal für Palästina in Brüssel im September 2014

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