Zurück in den Krieg

Deutschland will vermehrt afghanische Flüchtlinge abschieben. Das Land könne man nicht „pauschal als Bürgerkriegsland bezeichnen“, so heißt es. 

Afghanische Kinder in Kabul. (Foto: Musadeq Sadeq/AP)

Weiterlesen

Advertisements

„Der tödliche Status Quo wird von der Bundesregierung verteidigt und gefördert“

Während die Augen der Weltöffentlichkeit auf den Irak, Syrien oder die Ukraine gerichtet sind, spitzt sich die Lage im „Heiligen Land“ weiterhin zu. Die Unruhen im Westjordanland und in anderen von Israel besetzten Gebieten haben ein neues Ausmaß erreicht. Und zur gleichen Zeit liegt der Gaza-Streifen, den die westliche Berichterstattung schon längst verdrängt hat, immer noch in Trümmern.

Max Blumenthal auf dem Russel Tribunal für Palästina in Brüssel im September 2014

Weiterlesen

Ignoriert und enttäuscht vom Staat

Der Vater der Geschwister Kilani aus Siegen ist in Gaza ums Leben gekommen. Auf eine Stellungnahme deutscher Behörden warten die Kinder bis heute.

Ein Wohngebäude in Gaza nach einem israelischen Luftangriff (Foto: Reuters)

Weiterlesen

„Ein Organ der Niedertracht“

„Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Islam oder Buddhismus stören mich auch nicht. Nur das Judentum stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit jüdischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Judentums für Frauen und Homosexuelle. Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ritualmorde“. Und islamfeindliche Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben. Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Judentum wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen! Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür das Judentum sonst noch steht, brauche ich auch nicht.“

Was wäre hierzulande eigentlich los gewesen, wenn ein solcher Artikel heute gedruckt worden wäre? Nun, eigentlich ist genau das geschehen. Der Artikel stammt weder aus den 1930er-Jahren, noch aus dem „Stürmer“. Stattdessen konnte man ihn im Jahr 2014 in der „Bild am Sonntag“ finden. Es ging allerdings nicht um „den Juden“, sondern um „den Muslim“, ja, „um den Islam“. Pünktlich zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan werden Deutschlands Muslime auf diese Art und Weise „beglückwünscht“. Auf die Barrikaden geht jedoch niemand. Weder Medien-, noch Polit-Elite scheint empört zu sein. „Meinungsfreiheit und so“, denken sich wohl wieder einmal viele.

Währenddessen fühlt man sich als Muslim in einem solchen Land immer fremder. Kein Wunder, denn es gibt leider genug Menschen, die diese Zeitung lesen und glauben, was darin steht. Die Redakteure der Bild wissen das auch. Umso zynischer erscheint das Ganze, wenn man bedenkt, dass das Springer-Blatt vor wenigen Tagen eine große Aktion gegen Antisemitismus initiierte. Und deshalb kann man nur mit Max Goldt abschließen:

„Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“

Wehe dem, der mit Putin feiert

Altkanzler Gerhard Schröder hat seinen Geburtstag ausgerechnet mit jenem Mann gefeiert, den die deutsche Medien- und Polit-Elite schon seit Wochen tagtäglich aufs Neue verdammt – Wladimir Putin. Nun hat die mediale Schlammschlacht bezüglich der Krise im Osten einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Wladimir Putin – seit Wochen Hauptfeind der deutschen Medienlandschaft (Foto: Wikipedia)

Weiterlesen