„Ein Organ der Niedertracht“

„Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Islam oder Buddhismus stören mich auch nicht. Nur das Judentum stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit jüdischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Judentums für Frauen und Homosexuelle. Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ritualmorde“. Und islamfeindliche Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben. Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Judentum wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen! Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür das Judentum sonst noch steht, brauche ich auch nicht.“

Was wäre hierzulande eigentlich los gewesen, wenn ein solcher Artikel heute gedruckt worden wäre? Nun, eigentlich ist genau das geschehen. Der Artikel stammt weder aus den 1930er-Jahren, noch aus dem „Stürmer“. Stattdessen konnte man ihn im Jahr 2014 in der „Bild am Sonntag“ finden. Es ging allerdings nicht um „den Juden“, sondern um „den Muslim“, ja, „um den Islam“. Pünktlich zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan werden Deutschlands Muslime auf diese Art und Weise „beglückwünscht“. Auf die Barrikaden geht jedoch niemand. Weder Medien-, noch Polit-Elite scheint empört zu sein. „Meinungsfreiheit und so“, denken sich wohl wieder einmal viele.

Währenddessen fühlt man sich als Muslim in einem solchen Land immer fremder. Kein Wunder, denn es gibt leider genug Menschen, die diese Zeitung lesen und glauben, was darin steht. Die Redakteure der Bild wissen das auch. Umso zynischer erscheint das Ganze, wenn man bedenkt, dass das Springer-Blatt vor wenigen Tagen eine große Aktion gegen Antisemitismus initiierte. Und deshalb kann man nur mit Max Goldt abschließen:

„Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“

Ein Gedanke zu „„Ein Organ der Niedertracht“

  1. „Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.“

    das ist wunderschön. ich will es mir fast ausdrucken, einrahmen und an die wand hängen.

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s