Jahresrückblick 2012

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Die Welt ging zwar nicht unter aber aus politischer Sicht gab es viel zu berichten. Obwohl ich es nicht geschafft habe, täglich zu bloggen, so gab es doch wöchentlich mehrere Artikel zu den verschiedensten Themen. Natürlich lag mein Hauptaugenmerk auf den Geschehnissen im Nahen Osten und so wird es auch weiterhin sein.

Mit diesem Beitrag möchte ich jene Artikel Revue passieren lassen, die mir aus verschiedenen Gründen besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Ich möchte mich hiermit noch einmal bei meinen zahlreichen Lesern bedanken und wünsche allen einen guten Start ins Jahr 2013.

jahr-2012

Jänner 2012: „Kill-Team“ und andere Verbrecher in Afghanistan

Die Gräueltaten nehmen kein Ende

Das afghanische Volk hat es auch im Jahre 2012 wahrlich nicht einfach. Während ein Ende des Krieges noch lange nicht in Aussicht ist, hört man seit einigen Tagen von immer mehr Abscheulichkeiten seitens der fremden Soldaten im Land. 

Februar 2012: Afghanistan-Pakistan-Iran-Treffen 

Geheuchelte Freundschaft

In den nächsten Tagen wollen sich das afghanische Staatsoberhaupt Hamed Karzai, der iranische Präsident Mahmud Ahamdinejad und Pakistans Staatschef Asif Ali Zardari in Islamabad treffen. Ihr Ziel: Sie wollen allen anderen Staaten, insbesondere dem Westen und der USA ihre “tiefe und innige Freundschaft” demonstrieren. Die werten Herren haben es sich vorgenommen, über die gegenwärtigen Probleme, sprich, Terrorismus, Krieg, Kriminalität und Drogenschmuggel, zu sprechen. Immerhin hat es höchste Priorität, die genannten Dinge schnell aus der Welt zu schaffen.

März 2012: US-Soldaten verüben Massaker in Kandahar

Afghanistan und die Berichterstattung des Westens

Ein wahnsinniger US-Soldat ging bewaffnet in ein Dorf in der afghanischen Provinz Kandahar und brachte dort innerhalb weniger Minuten sechszehn Menschen um. Unter ihnen waren afghanischen Medienberichten zufolge neun Kinder und drei Frauen. Die Dorfbewohner berichteten widersprachen der offiziellen Mainstreamversion und berichteten von einem „betrunkenen Mob“. 

April 2012: Günter Grass wird von der Nazi-Keule getroffen 

Günter Grass – Ein antisemitischer Nobelpreisträger? 

In dem Gedicht namens “Was gesagt werden muss” wollte der mittlerweile 89-jährige Künstler seine Meinung über die gegenwärtige Lage im Nahen Osten kundmachen und ging insbesondere auf die Spannung zwischen Israel und dem Iran ein. Grass nahm es sich nicht vor, die israelische Regierung deutlich zu kritisieren.

Mai 2012: Nakba-Jahrestag und dichtende Taliban

Nakba und 64 Jahre Israel

Am 14. Mai 1948, vor 64 Jahren, rief der Zionist David Ben-Gurion den Staat Israel aus. Dieser Nationalfeiertag wird bis heute in Israel groß gefeiert und ist auch den westlichen Partnern Israels von großer Bedeutung. Gleichzeitig, sprich, am Tag darauf, den 15. Mai, wird der Nakba, der Vertreibung des palästinensischen Volkes, gedacht. Mit diesem Tag begann eines der größten Verbrechen an die Menschlichheit. Obwohl es von großer Bedeutung ist, dass dieser Tag nicht in Vergessenheit geraten darf, ziehen es die westlichen Medien und Politiker vor, auf dieses Thema nur gemäßigt oder erst gar nicht einzugehen.

Die dichtenden Taliban

Vor einigen Tagen erschien das Buch “Poetry of the Taliban”, welches ein britischer Verlag veröffentlichte. Das Buch, welches angeblich eine Sammlung von Taliban verfasster Gedichte beinhalten soll, schlug sofort Wellen und erntete auch negative Kritik. Viele Menschen sehen das Buch als ein Art positive Propaganda für die Taliban, obwohl sie nicht wissen, dass die Kunst des Dichtens schon seit eh und je ein wichtiger Bestandteil der afghanischen Kultur ist.

Juni 2012: „Schattenkrieger“ Obama

Barack Obama – Der Technokrat des Todes

Barack Hussein Obama ist 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Friedensnobelpreisträger des Jahres 2009. Vielleicht wird der Demokrat und Afroamerikaner noch einmal der Präsident seines Landes, nichtsdestotrotz ist er für den Tod von vielen Tausenden von Menschen verantwortlich. Der „Spiegel“ nennt ihn den „Schattenkrieger“. Meiner Meinung nach ist das eine sehr beschönigende Bezeichnung für einen Massenmörder.

Juli 2012: Selbstmordattentate und olympische Spiele 

Merkwürdige „Selbstmordattentate“

Tagtäglich hören wir in den Nachrichten von Selbstmordattentaten, die hauptsächlich in islamischen Ländern passieren. Sie passieren auf Marktplätzen, in der Nähe von Krankenhäusern oder Moscheen oder vor Polizeistationen, egal ob im Irak, in Afghanistan oder in Pakistan, das Szenario ist immer gleich schrecklich. Bei solchen Anschlägen sterben meistens viele Zivilisten und man fragt sich immer wieder, welche Menschen nur zu solch einer Tat fähig sein können. Obwohl es mittlerweile Fakt ist, dass gewisse Gruppierungen sich immer wieder junge, verzweifelte Menschen zu ihren Werkzeugen machen, diesen eine Gehirnwäsche unterziehen, sie mit Drogen stark beeinflußen und sie dann mit einer Sprengstoffweste ausgerüstet auf ihre “Mission” schicken, gibt es einige Fälle von Selbstmordattentaten, die äußerst fragwürdig sind und von seltsamen Geschehnissen begleitet wurden.

Die heuchlerischen Spiele

Die olympischen Sommerspiele 2012 haben letzte Nacht mit einem enormen “Medien-Tamm-Tamm” in London begonnen. Im Vorhinein gab es schon Wirbel darüber, welche Staatsgäste nicht erwünscht seien. Das “ehemalige British Empire” und das Internationale Olympische Komitee stehen natürlich zu Menschenrechten und Demokratie, mit Diktatoren wollen sie nichts am Hut haben. Selbstverständlich gibt es den “bösen Diktator” und den “guten Diktator”, das bleibt aber meistens unerwähnt und so konnte man trotzdem genug Despoten auf der Gästeliste finden.

August 2012: Krieg in Syrien 

Syrien und die Manipulierbarkeit der Muslime 

Wenn man sich die gegenwärtige Lage in Syrien anschaut, erkennt man schnell, dass das Ganze nichts mit einer “Revolution” zu tun hat. Der Krieg in Syrien hat nichts mehr mit dem Arabischen Frühling zu tun, sondern ist schon längst zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den Großmächten dieser Erde geworden. Auf der einen Seite haben wir die USA, Israel und andere westliche Staaten, während auf der anderen Seite hauptsächlich China und Russland mitmischen.

September 2012: Der Anti-Islam Film und die Meinungsfreiheit 

Wo war die Meinungsfreiheit bei Günter Grass? 

Die Thematik um den Anti-Islam-Film und den Abdruck der französischen Karikaturen spitzt sich zu. Es gibt anscheinend genug Menschen, die derartige Aktionen verteidigen, indem sie sie in “Kunst- und Meinungsfreiheit” verpacken. Ich frage mich, wo diese sogenannte Freiheit war als ein gewisser Literaturnobelpreisträger sein Gedicht veröffentlichte und dann als “Nazi” und “Antisemit” abgestempelt wurde. Letzten Endes durfte er nie wieder nach Israel reisen und man wollte sogar versuchen, ihm den Nobelpreis abzuerkennen.

Oktober 2012: US-Wahlen und Malala Yousafzai 

Hussein und Willard

Sehr bald ist es wieder so weit. In den USA wird wieder ein neuer Kriegsherr gewählt und zur Wahl stehen zwei Personen, von denen die Welt denkt, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Fakt ist jedoch, dass es völlig egal ist, wer von den beiden gewählt wird und in den nächsten vier Jahren die Vereinigten Staaten offiziell führen wird. 

Malala Yousafzai – Der politische Missbrauch eines Kindes 

Der tragische Fall des paschtunischen Schulmädchens Malala Yousafzai sorgt immer noch weltweit für Schlagzeilen. Das junge Mädchen aus Pakistan wurde auf dem Schulweg von einem angeblichen Mitglied der Taliban in den Kopf und in den Nacken geschossen. Schwer verletzt überlebte sie den Anschlag und befindet sich gegenwärtig in Birmingham. Malala stammt aus dem Swat-Tal, einer Provinz, die einst ein Teil Afghanistans war und gegenwärtig zu den gefährlichsten Gegenden der Welt gehört. Dies ist nicht ohne Grund der Fall, denn Swat steht großteils unter „Taliban-Kontrolle“, wie es die meisten Medien ausdrücken wurden. Den Mädchen wird dort der Schulbesuch untersagt. Die fünfzehnjährige Malala besuchte allerdings aus Protest weiterhin den Unterricht, bis es zu jenem schicksalhaften Tag kam. 

November 2012: Angrff auf Gaza und Anerkennung Palästinas 

„Jedes Land hat seine Juden – Israel hat die Palästinenser“

Dass Benjamin Netanjahu gerne auf Krieg scharf ist, ist nichts Neues. Bis vor den US-Wahlen drängte er zu einem Angriff auf den Iran. Da ihm dies vorerst verwehrt wurde, müssen wieder einmal die Palästinenser herhalten.

138 : 9

Es ist vollbracht. Die UNO-Vollversammlung hat Palästina als beobachteten Nicht-Mitgliedsstaat aufgenommen. Wie erwartet ließ sich die überwältigende Mehrheit der Staatengemeinschaft von ihrer Entscheidung nicht abbringen und schrieb Geschichte. Nun feiert die ganze Welt, während Benjamin Netanjahu und seine Unterstützer vor Wut kochen. Europa zeigte sich wieder einmal inkonsequent und gespalten. 

Dezember 2012: Obamas Krokodilstränen 

Krokodilstränen 

In den USA hat wieder einmal ein bewaffneter Irrer ein Massaker veranstaltet. In einer Schule tötete der Mann 26 Menschen, darunter 20 Kinder. Die ganze Welt trauert mit den Amerikanern, US-Präsident Barack Obama hielt eine emotionale Ansprache, forderte Konsequenzen und vergoss falsche Tränen.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Jahresrückblick 2012

  1. Die ultimative Jahresabschlusslobhudelei 🙂

    Lieber Emran, ich möchte dir, sicher auch im Namen vieler anderer deiner Leser, herzlich für die wunderbare kritische Begleitung innerhalb deiner Themenfelder in diesem Jahr 2012 danken! Für mich gab es in deinem Themen-Portfolio auch immer wieder Artikel, die mir aus vielerlei persönlich-biografischen Gründen sehr nah kamen und wieder andere Themen, die ich generell in der deutschsprachigen Bloggerszene vermisst hatte, du sie aber dankenswerterweise aufgegriffen hast!

    Ich schätze vor allem deine kompromisslose Sichtweise, deine immer radikale Parteinahme für diejenigen (also deine von anderen kritisierte „einseitige Sichtweise“), die nicht unter dem Schutz der westlich-kapitalistischen-NATO-Hemisphäre stehen. Denjenigen, deren Rechte und Anliegen in diesen, also auch vor allem in den europäischen Ländern mit Füßen getreten oder bestenfalls ignoriert, in der Regel aber propagandistisch in ihr Gegenteil verkehrt und diffamiert werden – und du ihnen eine Stimme gibst. Ich schätze deine Empathie mit all diesen Betroffenen sehr. Deshalb auch meinen ausdrücklichen und besonderen Dank an diese deine „einseitige Sichtweise“! Ich mag deine „Wut“ im Bauch, deine Trauer, deine sicher auch gelegentliche Ohnmacht – und ich genieße dabei deine klare Absage an irgendeine wie auch immer zu verstehende „Neutralität“! Nein, du bist nicht neutral – und das ist der Pfeffer in deinen Artikeln. Parteiisch und nicht neutral! Was Besseres, Edleres, Löblicheres gäbe es über einen politischen Blogger zu sagen?

    Aus allen deinen Artikel konnte ich zudem bisher immer etwas dazulernen! Deshalb auch vielen Dank an deine immer üppige Recherche und dein Hintergrundwissen.

    Ich wünsche dir und mir und uns, dass du auch 2013 am Ball bleibst – und damit ja irgendwie auch uns selbst mit deinen „Einseitigkeiten“ eine Stimme gibst! Viel Glück in 2013!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s