Die Worte des Rabbis

Am Mittwochabend wurde ich im ARD Zeuge einer „Beschneidung-Debatte“ bei Anne Will. Eingeladen waren unter anderem die türkisch-deutsche Rechtsanwältin Seyran Ates, der Rechtswissenschaftler Holm Putzke und die Fernsehmoderatorin Angelika Kalwass. Diese drei Herrschaften bildeten die „contra Beschneidung-Gruppe“ der Sendung, während ihnen die muslimische Journalistin Khola Maryam Hübsch und der in Jerusalem geborene Rabbiner Yitshak Ehrenberg gegenüber saßen und sich für eine rituelle Beschneidung einsetzten.

Ich will gar nicht darauf eingehen, warum eine Beschneidung gut ist oder warum man gegen solch eine Praxis sein darf. Viel mehr geht es mir um die Rolle des Rabbis Ehrenberg in dieser Sendung. Ehrenberg ist als Rabbi, sprich, als jüdischer Geistlicher, der mit einem muslimischen Imam oder einem christlichen Priester gleichzusetzen ist, in Berlin tätig. Er stammt aus Israel und seine Deutschkenntnisse sind nicht perfekt, wobei ich ihm das keineswegs vorwerfen möchte. Er ist traditionell gekleidet, trägt eine Kippa und einen Vollbart und hat zur Sendung seine Thora, das heilige Buch der Juden, mitgenommen.

Als Rabbi ist Ehrenberg natürlich für eine Beschneidung, denn diese stellt das Fundament des jüdischen Glaubens eines Mannes dar. Seiner Meinung nach ist ein unbeschnittener Jude kein wahrer Jude. Demnach muss der Junge acht Tage nach seiner Geburt, so sagt es die Thora, beschnitten werden.

Als Frau Kalwass den Rabbi und dessen Haltung kritisierte, indem sie indirekt sagte, dass man Kritikern der Beschneidungspraxis nicht sofort Antisemitismus oder Islamophobie vorwerfen dürfe, meinte Ehrenberg, dass Deutschland aufgrund seiner Vergangenheit in dieser Hinsicht sehr vorsichtig sein müsse. Einfach gesagt: Deutschland hat gar nichts zu sagen.

Für Ehrenberg kommt ein Verbot der Beschneidung gar nicht in Frage. Abstrus wurde es erst, als er behauptete, dass die meisten Nobelpreisträger nicht nur Juden waren, sondern eben auch beschnitten. Wollte er damit wirklich sagen, dass die Intelligenz der „Preisnobelträger“, wie sich Ehrenberg verplapperte, auf das Nichtvorhandensein ihrer Vorhaut zurückzuführen ist? Durch diese Behauptung bekommt der Satz „Männer denken mit ihrem Penis“ eine völlig neue Bedeutung.

Frau Hübsch, die sich in dieser Hinsicht für die Muslime einsetzte, bekam bei weitem nicht so viel Beifall seitens des Publikums wie Ehrenberg. Dieser hatte wohl offensichtlich einige seiner Anhänger aus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin mitgebracht. Im Großen und Ganzen wurde der orthodoxe Rabbi meistens freundlich belächelt, richtig kritisiert oder gar angegriffen wurde er nicht.

Dem aufmerksamen Zuschauer hätte aufgefallen sein müssen, dass mit einem jüdischen Geistlichen im TV anders umgegangen wird als mit einem islamischen, obwohl dieser ebenfalls einen Vollbart hatte, ein traditionelles Gewand trug und sehr konservative Werte vertrat. Am Ende der Sendung wurde Rabbi Ehrenberg sogar richtig provokant und meinte, dass „wir (die jüdische Gemeinde) weitermachen werden“. Abgesehen davon forderte er die jüdischen Zuschauer auf, ihre Kinder nicht mehr in Kliniken beschneiden zu lassen, sondern in Synagogen oder Zuhause, dort gehört dieses Ritual schließlich hin.

Man stelle sich vor, ein islamischer Geistlicher oder die in der Sendung anwesende Khola Maryam Hübsch hätte so etwas von sich gegeben. Ein Skandal. Der Protest wär sicherlich groß gewesen. Doch als der Rabbi sprach, blieben die anderen Gäste, die meistens sowieso nichts Produktives von sich gaben, sowie die Moderatorin still.

Ich persönlich halte nichts von einem Beschneidungsverbot. Dieses Verbot würde nicht nur Muslime treffen, sondern auch Juden. Genau aus diesem Grund wird es auch nicht zustande kommen. Der Umgang mit dem Rabbi hat gezeigt, wie die deutsche Gesellschaft gegenwärtig mit Juden umgeht.
Oftmals sehen wir islamische Geistliche in derartigen Sendungen. Auch ihre deutschen Sprachkenntnisse sind meistens nicht perfekt, auch sie zeigen sich ab und zu in ihren traditionellen Gewändern und tragen einen Vollbart und auch sie haben manchmal merkwürdige Theorien, die zu hinterfragen sind.

Während diese Herrschaften permanent attackiert und absichtlich in ein sehr negatives Licht gestellt werden, kassiert Rabbi Ehrenberg Applaus, obwohl er nichts anderes tat als seine muslimischen Zunftgenossen.

Link zum Video: http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3507.html

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12 Gedanken zu „Die Worte des Rabbis

  1. Gut, dass es Menschen gibt die sowas bemerken und ein Artikel drüber verfassen. Was ich meine? Na das Paradaxon, dass ein Rabbi in irgendeiner Sendung einmaschieren kann mit Vollbart und traditioneller Tracht und konservative Werte hochhalten kann, ohne dabei auf empörte und harte Reaktionen, die uns von den Islam-Debatten so bekannt sind, zu stoßen.

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  2. Salam Alaykum.
    Ich finde, dass der Artikel sich zu sehr auf diesen Aspekt des Rabbis einschießt. Natürlich hat der Rabbi teilweise sehr harsche Worte gefunden und ja, die Anmerkung mit den Nobelpreisträgern war etwas befremdlich. Ich will ihm dabei aber keine Überheblichkeit oder Arroganz unterstellen, so wie es in diesem Artikel durchscheint. Er wollte einfach nur die Lächerlichkeit des psychologischen Arguments gegen die Beschneidung verdeutlichen, was ihm leicht misslang. Er war zudem auch der deutschen Sprache nur ungenügend mächtig, was es nicht leicht machte, ihm stets zu folgen. Ich finde einen anderen Aspekt, der hier nur anklingt, viel bedenklicher. Der Umgang mit Frau Hübsch. Mir fielen zwei Dinge ganz besonders auf: 1. Wenn Frau Hübsch z.B. Bezug nahm auf einen Kommentar des Herrn in der Kontra-Fraktion, dann wurde ihr sehr sehr oft ins Wort gefallen von einer der beiden anderen Damen eben jener Fraktion (oder andersherum). Dies geschah meist auf wirklich unhöfliche, meist hysterische und lautstarke Art. Wenn jedoch dann Frau Hübsch ihrerseits (teilweise direkt auf die Einmischungen) reagieren wollte, wurde ihr Unhöflichkeit vorgeworfen, weil sie ihr Gegenüber ja nicht aussprechen lassen würde. Und 2. war sehr auffällig, dass gegenüber Frau Hübsch zumeist alle drei Gegner der Beschneidung sich gegenseitig ins Wort fielen, weil bloß alle zusammen und auf einmal gegen ihre zumeist wohldurchdachten und fundierten Argumente anzetern wollten. Beispielweise als sie von dem Bild des Islam als barbarische Religion sprach, das durch das Urteil weiter in den Köpfen hierzulande zementiert würde. Alle drei fielen ihr ins Wort und sprachen davon, dass das keiner gesagt habe. Dies mag stimmen. Implizit lag das aber sehr wohl in der Luft. Vor allem Frau Ates, die sich ja gern Muslima zeiht, jedoch ihr Engagement sich irgendwie in den letzten Jahren einzig darauf reduziert, Muslime und Standpunkte von Muslimen öffentlich zu kritisieren, und Frau Kallwass waren plötzlich wie von der Tarantel gestochen, als Frau Hübsch diese Anmerkung machte. Es ist jedoch Fakt: der Islam gilt als rückständig und barbarisch und Formulierungen wie Körperverletzung, Traumatisierungen und Missachtung des Kindeswohls passen sehr wohl genau in dieses vorurteilsbeladene Bild des Islam in Deutschland. Ich finde, diese Sendung zeigte auch schon allein dadurch, dass drei Befürworter eines Beschneidungsverbots und nur zwei Verteidiger der Beschneidung anwesend waren, wie man die Diskussion zu führen gedachte. Der Aspekt mit der Ungleichbehandlung von jüdischen Geistlichen und muslimischen Vertretern mag richtig sein, mir fiel auch auf, dass mit dem Rabbi ungleich sanft umgegangen wurde. Ich hätte es aber schöner gefunden, wenn der Artikel sich nicht so sehr darauf eingeschossen hätte und es als Vorwurf an den Rabbi gerichtet wirken ließe.
    Dennoch weiter so. Tagespolitische Aspekte zu Muslimen und ihren Lebenswelten und Problemen erfasst dieser Blog wirklich sehr zufriedenstellend.
    Wa Salam.

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    • Da schau her, Frau Hübsch vermummt und einfältig, plappert wie ein Wasserfall, Wenn Alah gewollt hätte das man Jungs verstümmelt, hätte
      er es gar nicht wachsen lassen.

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      • Was erdreisten Sie sich, hier über dieses Ritual als Verstümmelung zu reden? Und in Sachen Theologie, wie auch Rechtschreibung sollten Sie vielleicht noch mal in sich gehen.

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  3. Ich bin definitiv für das Beschneidungsverbot und verfolge die Diskussion darüber sehr interessiert. Diese Sendung ist jedoch an mir vorbei gegangen und wenn ich das jetzt lese: Besser so. Hätte ich mich nur aufgeregt.

    Der Nobelpreis-Vergleich ist einfach nur dumm. Inwiefern soll eine fehlende Vorhaut die geistige Kapazität erhöhen?
    Ich bin keine Expertin, aber ich führe den in der Tat sehr hohen Anteil an jüdischen Nobelpreisträgern auf den höheren Status einer gewissen Gelehrsamkeit zurück, der in meinen Augen fürs Judentum charakteristisch ist. Während das Christentum jahrhundertelang damit beschäftigt war, den Pöbel kleinzuhalten – nach dem Motto „hinsetzen, beten und ansonsten Schnauze halten“ – und christliche Wissenschaftler noch heute mit der Frage belästigt werden, wie sich ihre Erkenntnisse mit der Bibel in Einklang bringen lassen, hatte das Judentum gerade in der Vergangenheit eine deutlich höhere Alphabetisierungsrate und eine völlig andere Diskussionskultur. Von diesem im Judentum praktizierten hohen Stellenwert einer guten Bildung kann sich sowohl das Christentum als auch der Islam (der mir in dem Fall dem Christentum sehr ähnlich zu sein scheint… nur von den Aleviten ist mir gegenteiliges bekannt. Berichtige mich bitte, wenn ich falsch liege) eine Scheibe abschneiden.
    Die Tatsache, dass es viel, viel weniger Juden als Christen oder Muslime gibt, mag in dem Fall auch hilfreich sein, Stichwort Netzwerkbildung (und das ist völlig wertfrei gemeint).

    Mich stört an dieser ganzen Diskussion vor allem der wirklich harsche Ton, der gerade aus der jüdischen Ecke kommt. Ich bin gegen Beschneidung, weil ich das Recht auf körperliche Unversehrtheit höher erachte als das Recht der Eltern, ihren Kindern ihre Religion aufzudrücken. Platt gesagt, denke ich nur an die Kinder. Warum wird man mit einer solchen Einstellung direkt angegangen? Mit blödsinnigen Taufe-Vergleichen belästigt? Und in der Tat ziemlich schnell als Antisemit dargestellt?

    Ich bin eine Deutsche, die vierzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg geboren worden ist. Meine Vorfahren haben Hitler nicht mal gewählt (denn zu dem Zeitpunkt waren sie keine Deutschen). Ich bin allen großen Religionen sowie ihren konservativen Vertretern gegenüber kritisch eingestellt, versuche jedch, so gut es geht tolerant zu sein und hasse Verallgemeinerungen im Stil von „Alle Moslems sind Islamisten“. Warum muss ich für dieses wirklich schreckliche Verbrechen, dass sich niemals wiederholen darf, immer noch auf eine Art und Weise büßen, die sämtliche Diskussionen nahezu unmöglich macht? Und warum werden gleichzeitig Attitüden wie die, die erst zu dieser Misere geführt haben, plötzlich wieder salonfähig, wenn es sich um Moslems handelt?

    Es kann nicht sein, dass sich der deutsche Rechtsstaat von einer Religion, sei es nun das Judentum oder der Islam oder auch das Christentum das Grundgesetz umschreiben lässt. Daher hoffe ich wirklicih, dass du mit deiner Einschätzung Unrecht hast.

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    • Eine Diskussion wird nicht abgelehnt. Wenn aber gleich mit strafrechtlichen Urteilen und hundertschaften von beleidigenden und herabwürdigenden Kommentaren in Foren und E-Mails deutlich wird, dass es den aller meisten eben doch nur um die Absonderung ihrer plumpen Vorurteile geht, dann kann ich sogar recht gut verstehen, wenn vereinzelt Juden und Muslime überreagieren. Ich weiß nicht, ob Ihnen bewusst ist, wie wichtig die Beschneidung für Juden und Muslime ist. Für beide gilt der Mann eben nur dann als Teil des Kollektivs, wenn er beschnitten ist. Im Fall des Islam ist es eben nicht zuletzt auch dem Reinheitsgebot beim Gebet geschuldet. Das Verbot kommt einer Forderung nach Aufgabe der Religion gleich. Daher auch die Empörung innerhalb der jüdischen Gemeinde. Und was ihre Aussage zur Bildung im islamischen Selbstverständnis angeht: Muslime sehen sich einer gewissen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wieder. Belesene verantwortungsbewusste Muslime drängen ihre Kinder dazu, sich soweit wie möglich zu bilden und immer rechtschaffen und fleißig zu einem nützlichen Teil der jeweiligen Gesellschaft zu werden. Es gibt leider vielfach das Problem, dass vielerlei äußere Faktoren verhindern, dass in der islamischen Welt (=Gesellschaft) dieser Anspruch in der Breite durchgesetzt wird. Warum gerade Aleviten auf Bildung achten sollen, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Woher nehmen Sie diese Aussage?

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      • Edit: „Muslime sehen sich einer gewissen Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit *gegenüber*.“

        Wäre sehr schön, wenn es eine Edit-Funktion für getätigte Kommentare gäbe.

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      • „Ich weiß nicht, ob Ihnen bewusst ist, wie wichtig die Beschneidung für Juden und Muslime ist.“
        Mir ist das schon bewusst, ich kann es jedoch nicht akzeptieren. Es erschließt sich mir nicht, wie man seinen Söhnen so etwas antun kann. Sicher, es ist jahrtausendelang erprobt und Sie als beschnittener Mann (?) haben sicher das Gefühl, vollständig und „richtig“ zu sein, aber es bleibt doch immer ein Restrisiko. Warum setzt man seine Söhne diesem Risiko aus? Warum eine medizinisch völlig unnötige Operation an einem Jungen, der dadurch für sein Lebtag verstümmelt sein oder sogar sterben könnte?

        Sie müssen doch zugeben, dass es außer dem Aspekt der Religion bzw. Tradition keine stichhaltigen Argumente für eine solche Praxis gibt. Und wie die Geschichte zeigt, müssen religöse Traditionen nicht starr sein. Warum also auch als gläubiger Jude oder Moslem nicht mal ernsthaft darüber reflektieren, ob es nicht vielleicht besser sei, dieses Ritual aufzugeben, zum Wohle eurer Söhne?
        Paulus schrieb: Wer nicht im Herzen beschnitten ist, dem nützt eine äußerliche Beschneidung auch nichts. Heißt wohl soviel wie: Ein Mann wird nicht zum guten Juden/Moslem, nur weil er beschnitten ist (und zum guten Christen schonmal gar nicht).

        „Warum gerade Aleviten auf Bildung achten sollen, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Woher nehmen Sie diese Aussage?“

        Ich war vor zwei Jahren auf einer Pilgerreise (ohne religiösen Grund) und traf dort eine in Deutschland studierende Iranerin, mit der ich mich mehrere Wochen lang viel über Religion unterhalten habe. Sie erzählte mir von ihrem Glauben (sie war eine Sufi, meinte aber, das Alevitentum käme dem am nächsten) und ich ihr vom Christentum und, soweit ich das konnte, vom Judentum (über das sie erschreckend wenig wusste). Die erzählte mir, dass bei den Aleviten ein höchstmöglicher Bildungsstand praktisch als religiöse Pflicht angesehen wird, auch bei den Frauen.

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      • Um kurz auf Aleviten und Bildung einzugehen:

        Dass man sich bilden soll, ist nicht nur ein wichtiger Standpunkt des Alevitentums oder des Sufismus. Vielmehr ist dies allgemein im Islam verankert. Die ersten Worte, die der Engel Gabriel zu den Propheten Mohammad sagte waren nicht umsonst „LIES!“.

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      • Es ist eben nicht „nur“ eine religiöse Tradition. Die Menschen halten ja nicht auf Teufel komm raus an „überholten“ Traditionen fest (zumindest die meisten), wenn hier kein besonderes Gewicht drauf wäre. Was meinen Sie, warum viele Muslime die Beschneidung gar zu einer großen Feier ausgestalteten? Ja, weil es eben nicht irgendein nebensächliches Ritual ist. Und früher nahm dieses Ritual sehr wohl eine wichtige hygienische Rolle ein – einst bei den Juden jahrtausendelang und dann auch lange Zeit bei den Muslimen. Jetzt wo der medizinische Standard weit vorangeschritten ist, dass die Hygiene nicht mehr derart ausschlaggebend ist, sind aber gleichermaßen auch die medizinischen Standards der Beschneidung an sich gestiegen, was wiederum einen Eingriff dieser Art sicherlich nicht so gefährlich macht, wie ihn manche darstellen. Die Tradition kann also heute mehr denn je mit ruhigem Gewissen in den entwickelten Ländern fortgeführt werden. Überdies empfiehlt die WHO die Beschneidung auch in Bezug auf den Geschlechtsverkehr mit Verweis auf die aus der Beschneidung resultierende weitaus niedrigere Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterhalskrebserkrankung der Frau. Ein minimales Restriskio bleibt immer. Das bleibt auch bei der Mandeloperation. Dennoch dürfen Eltern hier frei entscheiden. Es bleibt: Der Eingriff ist kein überholtes, unwichtiges Ritual.
        Zu Ihrer Freundin. Ich habe ja schon vieles gehört, aber noch nie, dass Sufis dem Alevitentum nahestehen würden. Sufis sind vielmehr durch die Jahrhunderte in allen Rechtsauffassungen zu verorten gewesen, nicht zuletzt, sondern über alle Maßen, in den 4 großen orthodoxen Rechtsschulen.

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