Warum die diesjährige Bilderberg-Konferenz doch ein bisschen anders war

Die Bilderberg-Konferenz ging, wie schon berichtet, bis zum 3. Juni 2012. Die Elite hatte sich wieder einmal an einem kleinen Örtchen im Nirgendwo versammelt und das alles geschah größenteils im Schatten der Weltöffentlichkeit. „Größenteils“ sollte betont werden, da dieses Jahr einige Medien überraschenderweise doch das ein oder andere über diese sagenumwobene Konferenz zu berichten hatten.

Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) war ebenfalls einer der diesjährigen „Bilderberger“. Einige österreichischen Medien berichteten tatsächlich darüber. Der Grund hierfür war, dass einige Politiker der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs unbedingt wissen wollten, was der „rote Kanzler“ dort zu suchen habe und von welchen Geldern diese Reise finanziert werde. In diesem Fall muss ich dieser Partei, von der ich alles andere als ein Fan bin, recht geben. Es wäre schon sehr interessant zu wissen, was der österreichische Bundeskanzler auf solch einem Treffen zu suchen hatte. Faymann beteuerte, dass es sich eine Privatreise gehandelt hat, die er demnach privat finanziert hat. Des Weiteren erklärte er, dass es sich „nur“ um ein informatives Treffen gehandelt habe, so wie es eben alle „Bilderberger“ behaupten, nachdem sie eingeladen wurden.
Wie dem auch sei, alle die der Meinung sind, auf der Bilderberg-Konferenz werde eine neue Weltordnung oder ähnliches geplant, sollten sich darauf gefasst machen, dass dem nicht so ist, andernfalls wäre wohl kaum ein Werner Faymann eingeladen worden.

Ein weiterer Gast der diesjährigen Konferenz war der deutsche Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Darüber berichtete, man glaubt es kaum, der „Spiegel“! Auch in diesem Fall ist es sehr fraglich, was Trittin, der zum extrem linken Zweig der Grünen gezählt wird, dort zu suchen hatte. Dieser behauptete wie Faymann, dass es sich nur um ein informatives Treffen gehandelt habe. Abgesehen davon hatte Trittin angeblich dort „nur grüne Interessen vertreten“.
Trittins Parteikollege Hans-Christian Ströbele ist da anderer Meinung. „Ich wäre da nicht hingegangen“, so Ströbele. Man darf nicht vergessen, dass es eben viele „Grüne und Linke“ sind, die die Bilderberg-Konferenz sehr kritisch betrachten und auch leicht zu Verschwörungstheorien à la neue Weltordnung etc. neigen. Genau diese fragen sich nun, was „ihr“ Trittin dort, unter all den Firmenchefs und Finanzbossen, zu suchen hatte.

Ein weitere Erwähnung verdienen all die Aktivisten, die permanent über das Internet über die diesjährige Konferenz berichteten und vor Ort in Chantervilly waren. Der Livestream von „WeAreChange“ wurde von vielen Menschen weltweit verfolgt, obwohl wir leider nicht Zeuge von etwas Besonderem werden durften. Wie denn auch? Die Konferenz war so gut abgesichert wie immer.

Tatsächlich lenken die Medien ihr Auge immer mehr auf die Bilderberg-Konferenz. Viele Aktivisten sind der Meinung, dass deshalb Persönlichkeiten wie Angela Merkel der diesjährigen Konferenz fern blieben.

Als diese vor einigen Jahren die damalige Konferenz besuchte, stellte Hans-Christian Ströbele sogar einen „kleinen Antrag“ beim Bundestag, um mehr über die Sache herauszufinden.
Dieser wurde aber leider ignoriert.

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