Islamophobie nimmt nicht ab

Das Echo der Diskussion bei Sandra Maischberger war wahrhaftig groß. Heute wurde in vielen Internetforen fast ausschließlich darüber diskutiert. Die Diskussion hat vor allem eines bewiesen: Nämlich,  dass sich die Meinung der Menschen in Europa zum Thema Islam so gut wie gar nicht geändert hat. Die TV-Diskussion hat keinen Dialog herbeigeführt, sondern die Lage nur noch mehr verschärft.

Schuld sind vor allem jene, die permanent Meinung gegen Muslime machen. Vorgestern Abend waren dafür hauptsächlich Matthias Matussek und Wolfgang Bosbach verantwortlich, die es sich zu ihrer Aufgabe gemacht hatte, den anderen Gästen nur ins Wort zu fallen und mit ihren islamophoben Vorurteilen die Stimmung aufzuheizen. Diese Unverschämtheit war auch der Moderatorin zuviel, leider konnte sie nicht viel dagegen machen.

Dass bei Maischberger jene, die sich für den Islam und die Muslime in Deutschland aussprechen, so gut wie nie zum Wort kommen, hat die Vergangenheit schon gezeigt. Die Realität zeigt, dass die Muslime im Fernsehen, vor allem in solchen Diskussionen, gar nicht ernst genommen, sondern meist nur ironisch belächelt werden. Ihnen wird kaum Redefreiheit gegönnt und falls sie mal doch das Wort haben, werden sie oftmals aufs Unhöflichste von anderen Gästen unterbrochen. Diesen anderen Gästen wird dann stets Raum gelassen für ihre islamophobe Propaganda.

So geschah im September 2010 so ziemlich genau dasselbe, was wir am Dienstagabend zu sehen bekamen. Damals war der deutsche Prediger Pierre Vogel alias Abu Hamza zu Gast. Diesem wurde ebenfalls fast kaum das Wort überlassen. Damals war es jedoch Frau Maischberger selber, die ihn am meisten unterbrach. Der damalige „antiislamische“ Gast war der Islamkritiker Udo Ulfkotte. Dieser war der Meinung, dass alle arbeitslosen Muslime sofort Deutschland verlassen müssten, sprich, man solle sie abschieben. Damals und auch heute wird gerne vergessen, dass man zum Islam konvertierte wie Abu Hamza, Abu Adam und wie sie alle heißen, nicht aus ihrer eigenen Heimat ausweisen darf.

Ein weiteres Thema, welches gerne von Islam-Gegnern benutzt wird, ist Saudi-Arabien. Jene, die gerne den Islam kritisieren, halten sich selbst für aufgeklärt und fortgeschritten, den Islam jedoch für zurückgeblieben und barbarisch. Ich wundere mich, wie diese „aufgeklärten Freigeister“ immer wieder auf die Idee kommen, das allen bekannte, totalitäre Saudi-Arabien mit dem freien, demokratischen Deutschland zu vergleichen. Ich frage mich, seit wann Saudi-Arabien hierfür der Maßstab geworden ist. Des Weiteren neigen diese „Freigeister“ dazu, bestimmte Fakten wegzulassen. So kritisierte CDU-Mann Wolfgang Bosbach die ganze Zeit das Saud-Regime, hat aber anscheinend nichts dagegen, wenn seine Bundeskanzlerin und damit seine Partei, einen millionenschweren Panzerdeal mit eben jenem totalitären Regime aushandelt. Beim Geld hört man wohl doch auf zu denken.

Die Plakate von rechtspopulistischen Parteien wie Pro Köln sind ebenfalls oft ein Thema. Bosbach und andere Politiker fühlen sich durch Sprüche wie „Freiheit statt Islam“ nicht gestört. Man stelle sich vor was los wäre, wenn dort nun stünde „Freiheit statt Judentum“. Dann gäbe es wohl wieder den Aufschrei schlechthin.

Meiner Meinung nach haben die europäischen Länder genug andere Probleme, als wieder einmal mit dem Finger auf den Islam zu zeigen, ob es nun um „Salafisten“ geht oder nicht. Wenn der deutsche Verfassungsschutz schon sogenannte islamistische Netzwerke beobachtet, dann soll er sich bitte auch um die rechtsradikale Szene in Deutschland kümmern. Die Vergangenheit hat mittlerweile bewiesen, dass diese eindeutig in den letzten Jahren vernachlässigt wurde. Deshalb konnte der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) auch ohne Probleme türkische Migranten ermorden. 

Nichtsdestotrotz wird gerne gerne mit dem Finger auf andere gezeigt, denn so lenkt man von den eigenen Problemen geschickt ab.

Heuchelei auf höchstem Niveau.

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10 Gedanken zu „Islamophobie nimmt nicht ab

  1. Der Krieg gegen den Iran steht auf dem Plan.
    Dafür müssen die Menschen vorbereitet werden, d.h., sie müssen damit einverstanden sein.
    Mit dem Hass gegen alles, was muslimisch ist, geht das am besten.
    Bereits Herr Göring kannte und formulierte vor allem öffentlich während der Nürnberger Prozesse, wie Menschen zum Krieg zu bewegen sind, was auch beweist, ohne die Zustimmung des größten Teils der Bevölkerung kann kein Staat Krieg führen. Darum geben sie sich so viel Mühe mit der Hetze:

    https://plus.google.com/photos/103424489628829206631/albums/5520931113967750129/5573100082851445330

    Normalerweise wollen die Menschen keinen Krieg, aber letztendlich sind es die Führer des Landes, die die Politik bestimmen und es ist immer eine einfache Sache die Menschen auf Linie zu bringen, ob es eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur ist. Stimme oder nicht Stimme, die Menschen können immer zu dem Geheiss der Führer gebracht werden. Das ist einfach. Alles, was getan werden muss, ist ihnen zu erzählen, dass sie angegriffen werden und die Pazifisten mit dem Fehlen von Patriotismus und das Land in Gefahr bringen zu denunzieren. Es funktioniert in jedem Land.

    Hier ist auch die Handlungsanleitung für den Erhalt des Friedens gegeben:
    Lasst Euch nicht gegeneinander aufhetzen!

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  2. Trotz aller beklagten Islamophobie wissen Muslime genau, was Europa zu bieten hat:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/07/05/deutschland-was-bietest-du/

    Und so verzichten sie darauf, sich am angeblichen türkischen Wirtschaftswunder zu beteiligen oder die Gastfreundschaft eines gewissen ölreichen Islamisten-Regimes in Anspruch zu nehmen.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/11/asyl-bei-den-mullahs/

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    • Wenn ich mir Ihren Blog anschaue, ist ihre Meinung ziemlich eindeutig. Demnach sind auch Sie für mich dem islamophoben Milieu zuzuschreiben.

      Sie reden vom türkischen Wirtschafswunder und von Saudi-Arabien, obwohl Sie genau wissen, dass die Islamophobie in Deutschland vor allem deutsche Muslime der 2. und 3. Generation betrifft.

      Denken Sie etwa, dass geschätzte zwei Millionen Muslime, die einen deutschen Pass besitzen, einfach mal in die Türkei oder nach Saudi-Arabien auswandern sollen, obwohl sie deutsche Sprache sprechen und auch großteils hier geboren wurden?

      Ich denke nicht, also hören Sie auf, gezielt wichtige Fakten auszulassen, um ein anderes, falsches Bild der Situation darzustellen.

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      • Wie erklären Sie es sich, dass trotz der beklagten Islamophobie nach wie vor der Zuwandererstrom aus der islamischen Welt nicht abreißt?

        Warum heiraten so viele TürkInnen nach Deutschland und nicht umgekehrt?

        Warum versuchen Nordafrikaner, denen der Islam über alles geht, nicht in Länder zu gehen, in denen die Scharia bereits eingeführt ist?

        z.B. die Golfstaaten, wo man dieselbe Sprache spricht und denselben Propheten anhimmelt

        warum wandern Afghanen nicht einfach in den Iran aus, wo man auch praktisch die selbe Sprache spricht und auch Petrodollars zur Verfügung stünden, um Asylwerber zu versorgen?

        viellleicht weil das einzig idealistische Motiv, für das in der islamischen Welt ausgegeben wird, der Kampf gegen Israel und die Verreitung des Islamismus nach Europa ist?

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      • Sie wissen ganz genau, dass die meisten islamischen Länder von Despoten beherrscht werden, die alles andere als den Weg des Islams eingehen. Jene Leute, mit denen auch der Westen gerne zusammenarbeitet.

        Bitte zeigen Sie mir eine Statistik, die beweist, dass sich ach so viele Türkinnen nach Deutschland einheiraten.

        Nordafrikaner, sprich, dunkelhäutige Menschen werden auch in arabischen Ländern oftmals diskriminiert. Ihnen wird dort weder eine anständige Bildung angeboten, noch ein Job.

        Afghanen werden im Iran aufs Schärfste diskriminiert. Jedes Jahr werden dort zahlreiche Afghanen hingerichtet ohne ein anständiges Gerichtsverfahren zu erhalten. Ihnen wird der Einlass in öffentlichen Parks verwehrt und der Schulbesuch nicht gestattet. KEIN Afghane will in solch ein Land, welches von einem schiitisch-totalitären Mullah-Regime geführt wird. Im Iran widerfährt Afghanen nur Rassismus.

        Hören Sie auf, pauschal Vorurteile von sich zu geben. Ihr Kommentar hat bewiesen, dass sie keinerlei geopolitische Kenntnisse zu den genannten Regionen haben. Sie wissen im Grunde genommen nichts über die dortigen Zustände, Hauptsache die „bösen Moslems“ sind weg. Der Rest interessiert Sie doch gar nicht.

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      • Hmm…kann es sein dass das iranische Regime vielleicht irgendetwas falsch am Islam verstanden hat? Brüderlichkeit ist das ja alles nicht, eher das Gegenteil.
        Na, kein Wunder dass die meisten jungen Iraner keine Moslems mehr sein wollen.
        Beim Iran bin ich echt mal gespannt was da in den nächsten Jahrzehnten bei rauskommt. Vielleicht brennt das Licht wieder in allen Feuertempeln. Das gefiele mir gut!

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  3. Islam bedeutet Unterwerfung, das veschweigt der Autor. Wenn die moslems erstmal die Bevölkerungsmehrheit haben, dann werden wir bald in unserem eigenem Land nichts mehr zu sagen haben. Scharia, diktatur, kalif, das alles wird doch vom Islam geregelt…

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  4. Na, da hier ja solche Experten unterwegs sind, wollen wir uns doch mal ein Bild darüber verschaffen, von wem diese „Islamophobie“ zu welchem Zweck in die Welt gesetzt wurde:

    http://theheartlandblog.wordpress.com/2012/06/09/russland-wichtigstes-hindernis/

    und welche unrühmliche, nein eklige, dreckige, jedes internationale oder sonstige Menschen-Recht missachtende und mit Füßen tretende Rolle diese so genannte „Bundesrepublik Deutschland“ dabei spielt.

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58338

    Und um ehrlich zu sein, in diesem Zusammenhang ist es mir schnurz-wurz-piep-egal, wieviele Türkinnen in Deutschland heiraten oder wieviele nicht. Ich denke, es gibt trotzdem noch genug Türkinnen in der Türkei und genug deutsche Frauen und genug deutsche Männer!
    Das ist alles nur bla-bla-bla und geht am Kern des Themas völlig vorbei.

    Guten Abend und viel Spaß im neuen Wunderland Europa mit Deutschland als Führungsmacht – ich hoffe sehr, Ihr wacht wenigstens DANN auf!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei_im_antiken_Griechenland#Wirtschaftliche_Bedeutung

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  5. Das Problem ist, dass die Muslime radikale Minderheiten nicht ausreichend antagonisiert. Zudem reagiert die Muslime aeusserst gewalttaetig gegenueber Kritik (Muhammed cartoon …). Einfach inakzeptabel.

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