Menschen bei Maischberger – Lustig wie immer!

Vor einigen Minuten ging wieder einmal eine interessante Diskussion bei Sandra Maischberger zu Ende. „Diskussion“ ist gut gesagt, wenn man diese Pöbelei im Großen und Ganzen überhaupt so nennen kann. Wie dem auch sei, der ARD hat sicher gute Einschaltquoten erzielt, denn wenn es um den Islam und muslimische Migranten in Deutschland geht, ist die Stimmung immer sehr angeheizt.

Eingeladen waren unter anderem CDU-Politiker Wolgang Bosbach, der erzkatholische Spiegel-Journalist Matthias Matussek, die deutsche, zum Islam konvertierte Moderatorin Kristiane Backer, der aus Syrien stammende Imam Hassan Dabbagh, der jüdische Journalist Michel Friedman sowie die deutsch-türkische Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan.

Herr Bosbach hatte während der gesamten Sendezeit nichts besseres zu tun, als die anderen Gäste zu unterbrechen. Während diesen Unterbrechungen prangerte er immer wieder die katastrophale Lage der Christen in islamischen Ländern an, vor allem auf Saudi-Arabien hatte er es abgesehen. Dass in Saudi-Arabien auch schiitische sowie andere islamische Minderheiten gegebenenfalls nicht geduldet werden und es nicht nur Christen so geht, scheint niemanden zu interessieren. Abgesehen davon ist das wahhabitische Saudi-Arabien, das Hand in Hand mit dem Westen zusammenarbeitet, nicht mit der Religion des Islam an sich zu vergleichen. Bosbach sollte es auch sein lassen, das „demokratische und freie“ Deutschland mit dem totalitären Saud-Regime zu vergleichen. Was der CDU-Politiker vergessen hat: Vor einem Jahr hat auch die deutsche Bundesregierung um Angela Merkel, also vor allem Bosbachs Partei, den umstrittenen Panzer-Deal mit den Saudis ausgehandelt. Falls jemand gegen das Saud-Regime demonstriert, so wird er eben von deutschen Panzern überrollt. Entweder hat Bosbach diese Tatsache tatsächlich vergessen oder er hat sie einfach verdrängt. Heuchelei ist und bleibt es trotzdem.

Spiegel-Journalist Matussek, den wir von seinen bekannten „Vlogs“ auf spiegel.online kennen, schloss sich großteils Bosbachs Meinung an. Auch er ging immer wieder auf Saudi-Arabien ein und beklagte sich über die Lage der verfolgten Christen weltweit. Dass vor allem in jene Länder Christen verfolgt werden, mit denen die deutsche Bundesregierung sowie der Westen im Allgemeinen zusammenarbeiten, scheint auch ihn nicht zu interessieren. Dass Herr Matussek islamophob ist, ist nichts Neues. Jeder der seine Artikel kennt, weiß es, denn es ist mehr als nur eindeutig. Ich sehe es schon vor mir, wie ihn pi-news morgen aufgrund seiner heutigen Aussagen vergöttern wird. Des Weiteren ist Matussek der Meinung, dass der Islam historisch gesehen nicht zu Deutschland gehöre. Wie Bosbach beruft auch er sich auf „christlich-jüdische Wurzeln“. Dass dies nichts weiteres als Heuchelei ist, habe ich schon in meinem vorherigen Artikel geschrieben.

Die ehemalige MTV-Moderatorin Kristiane Backer konvertierte in den 90er-Jahren zum Islam. Als dies damals öffentlich wurde, verlor sie ihre Stelle beim TV-Sender. Da sie von nun an eine Muslima war, wurde sie von der deutschen Medienlandschaft anders betrachtet. Plötzlich gab es keine Stellenangebote mehr und man wollte nichts mehr von ihr wissen. Heute wiederholte sie, dass genau dieses Problem viele muslimische Mädchen in Deutschland haben, vor allem wenn sie ein Kopftuch tragen. Der Islam hat es Backer sehr angetan, das gefällt vielen nicht. Dass inzwischen sehr viele Deutsche zum Islam konvertiert sind, passt Menschen wie Matussek und Bosbach ganz und gar nicht. Deshalb wird es vorgezogen, erst gar nicht darüber zu reden.

Der syrische Imam Hassan Dabbagh ist als friedlicher Gelehrter bekannt. Leider kam er nicht oft zu Wort und wenn er einmal dran war, wurde er ganz schnell wieder unterbrochen. Derartige „Bartträger“ haben es sowieso nicht leicht bei solchen Diskussionen zu punkten. Sie werden permanent unterbrochen, komisch angestarrt oder man ignoriert sie einfach.

Michel Friedman ist ein Mann, der mir aufgrund seiner zionistischen Einstellung nicht sehr sympathisch ist. Nichtsdestotrotz hat er heute die Muslime verteidigt. Seiner Meinung nach gehört der Islam ganz klar zu Deutschland. Matussek zeigte ihn ab und zu „den Vogel“ und schüttelte wütend den Kopf, doch Friedman ließ sich von seiner Meinung nicht abbringen. Als er zu Hassan Dabbagh sagte, dass dieser „die Wahrheit nur für sich anspreche“, antwortete dieser, dass „der Papst dasselbe tue“. Daraufhin antwortete Friedman nur zynisch und mit einem Lächeln: „Hat er sie denn?“
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Der jüdische Friedman hat heute zwar die deutschen Muslime verteidigt, doch im Grunde genommen interessiert er sich weder für Allah, noch für Jesus.

Die türkisch-deutsche Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan bezeichnet sich als „gläubig aber nicht religiös“. Bosbach und Matussek hält sie für islamophobe Rassisten, die nur hetzen können. Auch Demirkan wurde oft unterbrochen, vor allem von den genannten Zwei. Unterkriegen ließ sie sich jedoch nicht, obwohl sie manchmal ziemlich laut wurde.

Zu allerletzt wollte Sandra Maischberger wissen, wie man mit den teils radikalen, gewaltbereiten „Salafisten“ umgehen solle. Daraufhin sagte Bosbach, dass aus all jenen nur etwas wird, wenn sie „Deutsch lernen und die Schule besuchen“. Meischberger und Bosbach haben wohl vergessen, dass es sich bei den besagten Personen großteils um konvertierte Deutsche wie Pierre Vogel handelt. Abgesehen davon, dass man sie niemals ihn ein anderes Land abschieben kann, sprechen sie auch noch prächtig Deutsch!

Fazit: Es wurde viel geschrien und gepöbelt, Moderatorin Maischberger war sichtlich überfordert. Für den Zuschauer war es trotzdem sehr amüsant. Lustig wie immer!

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12 Gedanken zu „Menschen bei Maischberger – Lustig wie immer!

  1. Besser hätte man es nicht zusammenfassen können.
    Man hat klar erkennen können, dass es sich hierbei um eine Runde gehandelt hat, die sich weder für den Islam noch um die ach so radikale Gruppe der SalafISTEN interessiert. Vielmehr war bereits jeder der Beteiligten fest von seiner eigenen Meinung überzeugt und wollte diese regelrecht verteidigen.Satt diese Situation auszunutzen und einem sogenannten SalafISTEN die Chance zu geben sich vorzustellen und davon zu berichten wer die SalafISTEN überhaupt sind, nein fragt man einfach mal die V-Männer, die müssen es doch besser wissen -.-
    Es ist einfach nur nervtötend immer wieder zu sehen, dass man keinen einzigen Satz aussprechen kann ohne unterbrochen zu werden. Als die Schauspielerin und Türken den verstörten und radikalen Christen, Spiegel-Journalist Matussek, mit dem Prediger D. vergleichen wollte, drehte dieser völlig durch. Ich mein Halloooo????, ich dacht wir leben in einem Land wo man seine Meinung frei äussern darf? War dieser nicht kurze Zeit davor empört darüber dass man sich über die Muhammad Karikaturen aufgeregt hatte? Lächerlich, wie man sich von der einen Minute auf die andere widersprechen kann, und das ohne Scharm.

    ….

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  2. War wirklich sehr lustig. Vor allem Herr Bosbach mit seinem idiotischen Kommentaren a la „weil die Christen das da und dort nicht dürfen, dann sollten die Muslime das bei uns auch nicht dürfen“ ist doch einfach nur unterstes Kindergartenniveau, einem ernsthaften Politiker (egal welcher Partei) nicht würdig.
    Renan Demirkan wirkte unglaublich souverän und hat neben Michel Friedman als einzigste was intelligentes von sich gegeben. Der Friedman war zwar arrogant wie immer, aber durchaus reflektiert. Die Backer wirkte einfach nur esoterisch-lächerlich und war nicht ernstzunehmen und der Imam wich auch eher aus. Am schönsten fand ich aber Matussek in seiner konservativen Überheblichkeit, wie er es für nötig hielt zu betonen, dass er noch nie jemanden umgebracht hat. Wow, das hat mich beeindruckt. Aber was sollten die roten Hosenträger?

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  3. Die „Diskussion“ war wirklich eine Zumutung.
    Die einzig ernst zu nehmende in der ganzen Runde war Frau Renan Demirkan.
    Sie blieb sachlich, scherte nicht alle Muslime über einen (Salafisten-) Kamm und brachte gute Punkte in die Diskussion, wenn sie dann mal zu Wort kam.
    Herr Bosbach und Herr Matussek waren nichts weiter als eine Lachnummer. Sie haben ihre rechte Linie durchgezogen und sind jedem der auch nur einen Hauch von Pro-Islam/Muslim kund geben wollte, ins Wort gefallen. Sie konnten sich nur auf Saudi Arabien beziehen und jeder Muslim weiß, dass das was die Saudis praktizieren recht wenig mit dem Islam zu tun hat. Mehr wollen sie ihre politischen Ziele durchsetzen und stecken daher auch mit dem Großmächten des Westens unter einer Decke.
    Die konvertierte Muslim war leider zu aufgeregt und konnte ihren Standpunkt nicht richtig deutlich machen und der Imam hat sich um Kopf und Kragen geredet.
    Zusammengefasst hat die Diskussion die Zuschauer gut unterhalten, mehr aber auch nicht. Leider.

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  4. Wir sollten erstmal den deutschen beibringen was ein „islamischer Staat“ ist! Ein Islamischer Staat ist wenn ein Staat seinen Gesetzte alleine Aus Koran & Sunnah entnehmen! das tut keiner auf dieser welt sie haben ein teil sharia aber ein teil aus eigenen gesetzen weil sie die vorteile der Zinsen geniessen die Führer unsere Länder!!! Denn deutschland ist auch kein Christliches land nur weil hier sehr viele christen leben genau so ist die türkei und arabien kein Islamisches Land! wir haben kein islamisches land also jedes land ist für sich selbst verantwortlich und niemals der ISLAM!

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  5. Pingback: Islamophobie nimmt nicht ab | Emran Feroz's Blog

  6. Es hätte eine schöne Diskussion werden können, man sollte allerdings nicht zwei intolerante Tiefgläubige, sprich Dabbagh und Matussek, einladen. Auch wenn ich Friedman nicht so toll finde, für diese Sendung Respekt. Er und Demirkhan haben noch am vernünftigsten argumentiert. Matussek und der Imam bewiesen stattdessen, dass Intoleranz und Hass auf beiden Seiten zu finden ist. Friedman ist „balla“ und ein „Schmierenkomödiant“, weil er die Wahrheit sagt, anderserseits war Jesus ein Moslem…
    Da stimme ich Demirkhan voll zu. Die beiden waren wie die 2 Seiten einer Medaille (Was Matussek wie ein wahrhafter Intoleranter natürlich sofort abstritt). Oder, wie ein Freund von mir mal sagte: „Was ist der Unterschied zwischen einem chrtistlichen Fundamentalisten und einem Islamistischen Extremisten? Eigentlich keiner, nur dass beide von sich glauben, sie hätten die richtige Religion.“

    Dass einige führende Salafisten Deutsche sind, sollte man vielleicht in einer anderen Sendung mit gemäßigten Gästen (und maximal einem wie Matussek/ Dabbagh) diskutieren. Dann sollte man vielleicht auch den Mythos der „christlich- jüdischen Kultur“ beerdigen, der mich schon seit Monaten aufregt. Jahrhunderte voller Verfolgung und Mord machen noch keine gemeinsame Kultur, genausowenig wie Salafisten „den Islam“ repräsentieren.

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  7. Wie der Autor Bassam Tibi schreibt, neigen Moslems heute dazu, Wissenschaft als etwas von der Gesellschaft Abgetrenntes zu betrachten; sie glauben, dass sie moderne Wissenschaft und Technologie übernehmen oder sich aneignen können, ohne den größeren Rahmen, der dazu gehört, auch anzunehmen. Ich stimme Tibi zu. Moslems verstehen Wissenschaft nicht als die Grundlage für technologischen Fortschritt – und Redefreiheit und rationale Kritik von allem und jedem einschließlich religiöser Lehren nicht als die Grundlage der Wissenschaft. Sie sprechen über Wissenschaft, als ob sie ein Gebrauchsartikel wäre, ein Fernseher oder ein PC, etwas, das Moslems früher “hatten” und dann “verloren” oder an Westler abtraten, die es ihnen “wegnahmen”. Daher fühlen Moslems auch keine Dankbarkeit für irgendetwas, was ihnen die ungläubige Wissenschaft zur Verfügung stellt, da die Wissenschaft ja ursprünglich “ihnen gehört hatte” und sie sich nur etwas zurückholen, was ihr rechtmäßiges Eigentum ist. Aber Wissenschaft ist kein Gebrauchsartikel; sie ist eine Methode, eine Art und Weise, die Welt kritisch und rational zu betrachten. Meiner Ansicht nach kommt dieses Versagen, den Zusammenhang zwischen Ursache – Wissenschaft und eine freie Gesellschaft – und Wirkung – technologischer Fortschritt – zu sehen, aus einem fundamentalen Fehler in der islamischen Sichtweise auf das Universum: Sie sehen keine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung, weil ihre gesamte religiöse Weltsicht auf der Vorstellung basiert, dass alles den Launen Allahs unterworfen ist und dass es keine vorhersagbare Logik dahinter gibt. Wie Hugh Fitzgerald häufig ausführt, verhindert dieser resignierte Inschallah-Fatalismus (”Wenn Allah es will, dann wird es geschehen”) zu einem großen Teil Fortschritt jeglicher Art. Die ultimative Ironie und Tragik dabei ist, dass Moslems in ungläubige Gesellschaften ziehen, um die Gebrauchs- und Konsumartikel zu genießen, die dort produziert werden, und sich doch umgehend daran machen, die Bedingungen zu zerstören, unter denen diese Fortschritte ursprünglich erschaffen wurden – politische Freiheit und menschengemachte Gesetze.

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  8. Der Autor V.S. Naipaul ist der Ansicht, dass der Islam von Natur aus parasitär ist und Jagd auf die vorislamische Kultur in den eroberten Gebieten macht. Ich möchte hinzufügen, dass er auch die Sorte von Parasit ist, die den Wirt tötet. Ich habe keinen Zweifel daran, dass, wenn es den Moslems gelingt, Europa zu erobern, dies in der Zukunft als goldenes Zeitalter des Islam gepriesen werden wird. Aber es wäre kein goldenes Zeitalter des Islam, es wäre die Abenddämmerung Europas, so wie das frühere goldene Zeitalter die Abenddämmerung der christlichen, jüdischen, hinduistischen, zoroastrischen und buddhistischen Kulturen von Nordafrika bis Zentralasien war, und wie die viel gepriesenen Leistungen der “mittelalterlichen islamischen Wissenschaft” Echos der Vermächtnisse der Ägypter, Babylonier, Perser, Assyrer und Griechen waren. Ja, ich weiß, dass die Mogulkaiser wundervolle Architektur wie zum Beispiel das Tadsch Mahal in Indien hervorbringen konnten, aber es handelte sich dennoch um einen Sklavenstaat, der auf der Ausbeutung und Verfolgung von Nicht-Moslems basierte. Und ja, es kann auch Herrscher wie Akbar den Großen geben, mit seiner religiösen Toleranz und seinem kaiserlichen Garten mit Tausenden von Geparden, aber er war exakt deswegen tolerant, weil er nur dem Namen nach Moslem war. Jedem solchen Herrscher werden frommere Moslems nachfolgen, wie es auch [bei Akbar dem Großen] der Fall mit Aurangzeb war, der die Dschizya-Steuer für Ungläubige wieder einführte und Hindutempel zerstörte. Alles Gute, was in Ländern unter islamischer Herrschaft geschieht, geschieht im allgemeinen nicht wegen des Islams sondern trotz ihm, und die guten Dinge werden auch schnell im Namen der Scharia wieder rückgängig gemacht. Auf jeden Akbar werden immer mindestens ein Dutzend Aurangzebs kommen.

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  9. Pingback: Menschen bei Maischberger – Schon wieder | Emran Feroz's Blog

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