Breiviks große Bühne

Nur zögernd habe ich mich dazu entschlossen, über den gegenwärtigen Prozess gegen den Terroristen und Massenmörder Anders B. Breivik zu schreiben.

Wie die meisten sicherlich schon erfahren haben, sitzt der blonde Norweger, der im Sommer ein Massaker einmaligen Ausmaßes in Norwegen anrichtete, seit Montag auf der Anklagebank in Oslo. Breivik handelte damals aus antiislamischen und antisozialistischen Gründen. Wie schon hier erwähnt wurde, befanden sich unter seinen Opfer auch zahlreiche muslimische Norweger. Seine Tat rechtfertigte Breivik mit einem 1500-Seiten langem Pamphlet, welches er im Internet veröffentlichte.

Wie schon erwartet hat Anders B. Breivik das Gericht als eine Art Bühne benutzt, um seine kranke Ideologie weiterhin zur Schau zu stellen und zu verteidigen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei, ob die erwähnten „Tempelritter“ wirklich existieren. Während das Gericht behauptet, es handle sich nur um Hirngespinste, behauptet Breivik hingegen, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen versagt habe. Jene Gruppierung, der auch Breivik angeblich angehören soll, soll es tatsächlich geben. Sie sollen es sich zum Ziel gemacht haben, gegen die „Islamisierung Europas“ zu kämpfen. Ihre Mitglieder sind anscheinend in ganz Europa verteilt. Wir wollen trotzdem hoffen, dass dem nicht so ist. Weitere kranke Mörder wie Breivik kann Europa nicht gebrauchen.

Viele Medien wussten anfangs nicht, ob sie überhaupt über den Prozess berichten sollen und damit Breivik diese Aufmerksamkeit, nach der er verlangt, schenken sollen. Nichtsdestotrotz ist es aufgrund der gefährlichen Ideologie des Täters gerade so wichtig darüber zu berichten.

Breivik bereut vor Gericht nichts und ist von seinen „Idealen“ überzeugt. Er ist sogar der Meinung, aus Notwehr gehandelt zu haben. Er habe der „Multikulti-Gesellschaft“ ein Zeichen setzen müssen. Außerdem sagte er aus, dass der Islam die „wahre Gefahr“ sei und dass Moslems sich niemals integrieren wollen. Breivik unterscheidet nicht zwischen „Islam“ und „Islamismus“.

Solche Ansichten kennt man aus rechten, islamophobischen Blogs und Foren, in denen auch Breivik in der Vergangenheit stets präsent war. Mit welchen Bloggern und anderen rechtsextremen Personen er in Kontakt stand, will er jedoch nicht sagen. Breivik berief sich auch auf den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und deren Taten in Deutschland. Er sei der Meinung, dass er (Breivik) und Gruppierungen wie die NSU das Produkt der Politik Europas sind, die immer Einwanderer ins Land lässt.

Wie schon gesagt, Anders B. Breivik ist von seiner Meinung fest überzeugt. Er macht das Gericht lächerlich, er zeigt keinerlei Reue gegenüber den Angehörigen seiner Opfer und er bereut es nicht, dass er Kinder und Jugendliche ermordet hat.

Auf Facebook gab es bis heute noch die Gefällt-mir-Seite „Free Breivik“. Mittlerweile wurde sie gelöscht, anscheinend hatte sie bis dahin einige hundert Fans. Es ist kaum zu glauben, dass solch eine Person auf diese Art und Weise unterstützt wird.

Breiviks Ideologie ist eiskalt und durchaus gefährlich. Es wäre fatal zu behaupten, er sei der Einzige, der solch eine Ideologie hat. Deshalb muss auf diesen kranken Fanatismus aufmerksam gemacht werden. Er muss bekämpft werden, indem man die Menschen informiert.

Damit meine ich inbesondere jene, die sich oft in rechten Foren aufhalten und dort via Internet gegen die „bösen Ausländer“ hetzen und gleichzeitig ihren Döner bei Ali oder ihre Pizza bei Giuseppe kaufen.

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Ein Gedanke zu „Breiviks große Bühne

  1. Psychopathen kennen keine Reue und kein Mitgefühl.
    Solcher Menschen bedienen sich die wirklich Mächtigen nicht nur in der Politik und Wirtschaft, sondern auch, um Unruhe und Unfrieden zu stiften, um Rassenhass zu säen und die Menschen zu entzweien.

    Dieser Mensch ist ein Paradebeispiel für einen Psychopathen.

    Er gehört in eine psychiatrische Klinik, und zwar in lebenslange Sicherheitsverwahrung wegen der ständigen Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Jeder Politiker, jeder Manager und Banker, der es bis „nach oben“ geschafft hat, übrigens auch.
    Gesunde Menschen sind nicht skrupel- und rücksichtslos, nicht gefühlskalt genug, um den Weg bis „nach ganz oben“ zu gehen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie

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