„Verrückter“ ermordet jüdische Schulkinder und Rabbi

In der französischen Stadt Toulouse hat sich heute etwas Grausames ereignet. Ein unbekannter Mann, der auf einem Motorroller unterwegs war, hielt vor einer jüdischen Schule an, zog eine Waffe und schoss wild in die Menge. Drei Kinder und ein Rabbi wurden getötet. Der Täter konnte fliehen und wurde bis jetzt noch nicht gefunden. Außerdem wird er mit einem weiteren Verbrechen, was letzte Woche begangen wurde, in Verbindung gebracht. Im 50 Kilometer entfernten Montauban wurde vor einigen Tagen ein schwarzer Soldat lebensgefährlich verletzt. Außerdem wurden ebenfalls vor einigen Tagen drei französische Soldaten mit nordafrikanischen Migrationshintergrund ermordet. Gesichtet wurde wie im aktuellen Fall ein Mann auf einem Motorroller.
Die Polizei fahndet intensiv nach dem Täter. Hubschrauber suchen immer wieder das ganze Gebiet ab.

Der Hintergrund der Tat ist völlig unklar. Bislang war das Medienecho groß, aber meiner Meinung nach immer noch nicht groß genug. Französische Politiker bezeichneten den Täter als „verrückt“ und „geisteskrank“. Es liegt wohl auf der Hand, dass er antisemitisch und rassistisch sein muss, wenn man seine Opfer betrachtet. Es ist mir neu, dass französische „Würdenträger“ Rassismus und Antisemitismus  mittlerweile als „Geisteskrankheit“ herabstufen. In diesem Fall würde ja auf den Täter nicht mal eine „richtige“ Gefängnisstrafe warten, sondern er müsste in die Klapsmühle.

Man stelle sich vor, diese schreckliche Tat wäre von einem Moslem ausgeübt worden. Vielleicht von einem Araber, der das Leid in Palästina nicht mehr ertragen kann und sich auf diesem Weg rächen will?
Wie würde dann die Reaktion unserer Massenmedien ausfallen? Es würde wohl permanent „Breaking News“ geben, am Abend dürften wir dann wieder sogenannte Diskussionsrunden mit irgendwelchen selbsternannten „Islam- und Nahostexperten“ bewundern. Zeitungen wie die österreichische Krone oder die deutsche Bild hätten dann wieder einen Grund, gegen den Islam und gegen Moslems zu hetzen. Man würde wohl wieder ein paar ins Deutsche übersetzte Koran-Suren auspacken, die angeblich die Gewalt gegen Juden legitimieren.
Das Feindbild Islam wäre wieder auferstanden, mittlerweile schläft es ja nur „so irgendwie“.

Nun haben wir aber eine andere Situation. Sie erinnert ein bisschen an das Massaker des Anders B. Breivik in Norwegen. Hier wird der eindeutige Antisemitismus und Rassismus des Mörders als „Geisteskrankheit“ abgestempelt. Ein „Einzelfall“.

In letzter Zeit gab es in Europa viel zu viele solcher „Einzelfälle“. Wollen wir hoffen, dass es sich hierbei um den letzten „Einzelfall“ handeln wird.

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4 Gedanken zu „„Verrückter“ ermordet jüdische Schulkinder und Rabbi

  1. Gut vorhergesagt. Jetzt wo es ein Moslem war, gabs die Maschinerie. PI-News lässt grüßen.

    (Ironie an) Bei Moslems ist das natürlich kein Einzelfall, sondern systemimmanent, bei Rechtsextremen machen das nur Spinner (Ironie aus), schon klar.

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