Die „Terroristenflotte“

Letzte Woche ist die „Gaza-Friedensflotte 2011“ in See gestochen. Diesmal sind mehr als zehn Schiffe aus verschiedenen Staaten dabei. Obwohl die Türkei sich dieses Jahr nicht an der „Freedom Flotilla“ beteiligt, ist es erfreulich, dass einige andere Aktivisten aus europäischen Staaten sich daran beteiligen wollen, die israelische Seeblockade zu durchbrechen. Doch schon vor dem eigentlichen Start hat die Flottille mit Problemen zu kämpfen. So verhindert der „Pleitestaat“ Griechenland einigen Schiffen das Auslaufen und hält sie am Hafen fest. Die Begründung der Griechen: Israel habe eine Seeblockade für Schiffe vor Gaza verhängt. Die Griechen, die kein Geld mehr haben, handeln also auf Druck seitens Israel. Umso erfreulicher war es heute zu lesen, dass das französische Schiff „Dignite al Karama“ das Auslaufverbot umgangen hat und nun auf dem Weg in den Gazastreifen ist. Andere Aktivisten an Bord anderer Schiffe berichteten, dass sie von der griechischen Küstenwache mit Waffen bedroht wurden. Unter den Aktivisten, die von der israelischen Regierung permanent als „Terroristen“ abgestempelt werden, befinden sich unter anderem Schriftsteller, EU-Abgeordnete, Menschenrechtler und sogar ein Holocaustüberlebender. Israels Außenminister Liebermann interessiert das scheinbar wenig. Seit Wochen schimpft er über das „Terroristenpack“ und will sie mit allen Mitteln aufhalten. Er ist auch der Meinung, dass es sich bei den Hilfsgütern, die in den Gazastreifen geliefert werden sollen, um Waffen handelt. Die Aktivisten reagierten prompt und forderten internationale Hilfsorganisationen auf, ihre Ladungen zu kontrollieren. Sie sind fest der Meinung, dass ihre Schiffe nur mit Medikamenten und Hilfsgütern beladen sind. Ein weiterer „Zwischenfall“ waren die plötzlichen Schäden an einem irischen Schiff. Die Besatzung sprach von vorsätzlicher Sabotage seitens des Mossad. Die israelische Regierung wies alle Vorwürfe von sich.
Unter diesen schwierigen Umständen kann man nur hoffen, dass einige Schiffe es wie die „Dignite al Kamara“ schaffen, das Auslaufverbot zu umgehen und sich ihren Weg frei machen.
Bonne chance!

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