Auf Nimmerwiedersehen!

Heute um 17:05 wurde bekannt gegeben, dass Hosni Mubarak zurückgetreten ist. Die Mengen in ganz Ägypten jubeln. Der verhasste Ex-Diktator befindet sich nun mit seiner Familie in seiner Ferienvilla in Sharm-al-Sheikh. Die Macht wurde dem Militär übertragen und nicht an seinem Vize Omar Suleiman. Dieser gab „nur“ seinen Rücktritt bekannt. Viele dachten sich anfangs, dass dieser Rücktritt nicht geschehen werde. Mubarak zeigte sich eisern. Er dachte, dass die landesweiten Demonstrationen bald vorüber sein werden. Er dachte, dass die Demonstranten bald nachgeben werden. Er sei schließlich der Herr im Lande, Der Pharao. Doch er hatte sich zu früh gefreut. Die vielen Menschen gaben nicht nach. Sie demonstrierten und zwar ohne Gewalt und ohne Hilfe von außen. Kein westlicher Staat wollte „die Demokratie nach Ägypten bringen“ oder die „Menschen befreien“. Stattdessen wurde der Diktator von seiten der USA und Co. unterstützt. Doch auch die westlichen Herrschaften erkannten bald, dass sie auf ihren diktatorischen Freund in Ägypten verzichten müssen. Sie müssen ja die „westlichen Werte verteidigen“. Also forderte einer nach dem anderen Mubarak zum Rücktritt auf. Nur die Israelis nicht. Diese haben „große Angst vor islamistischen Einflüssen“ in Ägypten. Sie gönnen dem ägyptischen Volk keine Freiheit. Ich schon und ich hoffe, dass ein Dominoeffekt eintritt, der einen Diktator nach dem anderen umkippen lässt. Die Ägypter haben gezeigt, dass es geht, und zwar ohne jegliche Gewalt. Gewalt kam nur von seiten des Regimes. Was das Militär nun mit dem Land macht, wird die Zukunft zeigen. Mubarak wird weiterhin ein schönes Leben haben, er hat sich immerhin genug Geld angehäuft. Anscheinend über 50 Milliarden US-Dollar. Die Schweiz hat heute seinen Konten eingefroren. Ob das den Despoten juckt, ist eine andere Frage. Der hat nämlich größere Probleme. Abgesehen von seinem „Sturz“ ist Mubarak auch noch krank. Er befand sich schon einige Male zur Behandlung in Deutschland. Angeblich geht er auch wieder dorthin. In einer luxuriösen Privatklinik will er sich weiterhin behandeln lassen. Ob er dort im Exil leben wird, ist fragwürdig. Er selber betonte, auf „ägyptischen Boden sterben zu wollen“.

Egal was passiert, heute wurde Geschichte geschrieben und ich kann dem ägyptischen Volk nur meinen Glückwunsch zukommen lassen.

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