happy new year

Seit meinem letzten Eintrag ist schon fast ein Monat vergangen. Ein Monat, in dem sich vieles ereignete, auf das ich gerne doch, ein bisschen zumindest, eingehen will. Deshalb schreib ich mal so, als ob ein Tag vergangen wäre und nicht ein Monat.

Julian Assange wurde verhaftet, ein Medienspektakel, und wurde bald darauf wieder auf Kaution entlassen, noch ein Medienspektakel. Er habe angeblich zwei Frauen zum Sex genötigt. Kann man sich nicht vorstellen, wenn man mal sein gelassenes Gesicht gesehen hat, oder? Seine Anhänger zeigten ihre Loyalität, indem sie Guy-Fawkes-Masken-tragend durch die Straßen marschierten und demonstrierten. Ich kann mir aber sehr wohl vorstellen, dass die zwei Damen auf einen flotten Dreier aus waren, aus reiner Lust natürlich, und ihnen dann später klar wurde, dass sie das Geschehene zu ihren Gunsten ausnutzen könnten.  Die Anhänger Assanges boykottierten Amazon und legten Mastercard lahm. Plötzlich konnte jeder einen Beitrag zum Protest leisten, indem er ein einfaches Programm auf seinen Heimcomputer runterladet und startet. Bald darauf wurde Assange freigelassen, für 200 000 Pfund Kaution. Außerdem trägt er gegenwärtig eine elektronische Fußfessel. Um Wikileaks wird es aber keinesfalls ruhiger. Immer wird neues aus den Depeschen in Erfahrung gebracht. Von den amerikanischen Waffen der PKK bis hin zum geplanten Spionagesatelliten der Deutschen, für jeden ist etwas zu finden.

Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt war bei Maischberger zu Gast. Er sprach über die Themen des Jahres, wie Sarrazins Buch, Stuttgart 21, den Afghanistan-Einsatz und Integration. Sarrazins Buch sei nötig gewesen, um eine nötige Diskussion auszulösen, allerdings habe er auch gravierende Fehler gemacht, abgesehen davon, dass er über Gene und ähnliches schrieb. Der Nicht-Biologe Sarrazin behauptet aber bis dato, dass in seinem Sachbuch keine Fehler zu finden seien. Da hat er wohl den Herrn Schmidt nicht gehört oder gesehen, vielleicht wollte er das auch gar nicht. Wer widerspricht schon den Schmidt? Desweiteren meinte Schmidt, dass Menschen aus Anatolien oder Afghanistan nicht in die deutsche Gesellschaft passen, da sie anders erzogen worden seien. Da hat er Recht, genauso wenig passt ein Deutscher in die Straßen Kabuls. Trotzdem sind viele, viele fremde Soldaten, die dort gar nicht reinpassen. Das zwingt den jungen Afghanen bzw. die afghanische Familie zur Flucht, denn keiner mag im Krieg verweilen. Natürlich will man nicht seine Heimat verlassen, aber da so viele Fremde dort lieber Krieg machen, bevorzugt man es, woanders zu leben. Herr Schmidt hat recht, die Erziehung eines Afghanen ist nicht zu vergleichen mit jener eines Europäers. Das sind zwei verschiedene Welten. Herr Schmidt liest viel, bis zu 70 Stunden in der Woche, aus Büchern und Zeitungen lernt man vieles, aber nicht alles. Die Realität zeigt, dass Afghanen sich sehr schnell in die jeweilige Gesellschaft integrieren. Das heißt, sie lernen schnell die Sprache, kein Wunder, ein afghanischer Flüchtling lernt auf seiner Flucht nicht nur eine Sprache, sondern mindestens drei. Desweiteren finden sie schnell Arbeit oder schreiben gute Noten in der Schule. Samir A. lebt seit 10 Jahren in Österreich. Im Gymnasium schrieb er bessere Noten in Deutsch als Manuel. Naja, wir wollen’s nicht übertreiben. Samir schrieb ein „Genügend“, Manuel ein „Nicht genügend“. Trotzdem wunderte er sich darüber, wie es sein kann, dass Manuel, und ab und zu auch andere, es zu so einer Leistung brachten, obwohl Deutsch ja ihre Muttersprache ist. In allen anderen Fächern war Samir gut. Besonders in den Fremdsprachen zeigte sich sein Talent, aber auch im Rechnen war er nicht übel. Da er Deutsch nicht von Grund auf gelernt hat, sprich, schon von der Grundschule aus, hat er bis heute noch das ein oder andere Problem. Aber er ist beruhigt, dass es vielen Österreichern, deutschen Muttersprachlern, genauso geht. Bei einigen Türken schaut das anders aus. Da sie nicht ihre Muttersprache richtig beherrschen, haben sie auch Probleme mit der deutschen Sprache. Das sie aber nicht wirklich von der Bevölkerung akzeptiert werden, schotten sie sich immer mehr ab. Jene, die gut ausgebildet sind, Ärzte, Anwälte, Ingenieure usw., werden selten wahrgenommen. Im Bus hört man immer wieder, wie „degenerierte Kneipenopas“ über „die Türken und Negger“ herziehen. Die  „anständigen Österreicher“, wie unser Freund HC Straché sagen würde, stellen sich lieber stumm, anstatt etwas zu sagen. Das gefällt keinen einzigen Migranten, und jene die gut ausgebildet sind, schauen auch, dass sie aus so einem Land schnellstens wegkommen. Die Medien und solche Menschen tragen dazu bei, dass am Ende wirklich nur jene Migranten hier sind, die keiner haben will. Wie man merkt, kann man über das Thema Integration immer sehr viel schreiben, deshalb belasse ich es jetzt dabei, obwohl man ja doch immer wieder darauf zurück kommen muss.

Am Ende des „Tages“ wurde ein Anschlag auf koptische Christen in Ägypten verübt. Eine schreckliche Tat, über die nun laufend berichtet wird. „Die Religion des Friedens sei Schuld“, ist in diversen Foren zu lesen. Das Ägypten von einen verrückten Diktator regiert wird, der sowie nicht viel von seiner Religion versteht, wird immer wieder vergessen. Solch eine Tat kann man mit nichts rechtfertigen, schon gar nicht mit Religion, allerdings wird nun laufend über bedrohte Christen im Nahen Osten berichtet, wie viele in den letzten Wochen zu Tode kamen und dass man sich für diese einsetzen müsse. In diesen letzten Wochen sind auch viele Moslems gestorben, zum Beispiel in Afghanistan, im Irak oder in Palästina. Über die wird aber nur beiläufig berichtet, als ob es selbstverständlich wäre. Da fragt man sich, ob ein christliches Leben mehr Wert hat, als ein muslimisches. Wer die Attentäter waren, die den Anschlag in Ägypten ausführten, ist immer noch nicht klar. Vielleicht waren es islamistische Terroristen, Al-Kaida-Kämpfer, ägyptische Regierungsagenten, CIA-Agenten, der Mossad oder wie auch immer man das Gesindel gegenwärtig nennt. Vielleicht waren es auch einfach irgendwelche „einfachen Menschen“, die wütend darüber waren, dass die Kopten, die nicht mal 10% der ägyptischen Bevölkerung ausmachen, die reichsten Bewohner des Landes sind und dementsprechend sehr viel Land besitzen. Sehr viel mehr, als die meisten ägyptischen Moslems. Außerdem gehen Gerüchte umher, dass die Kopten große, geheime Waffenlager besitzen sollen, um eines Tages die Macht im Staat endgültig an sich zu reißen. Das glaube ich zwar eher nicht, erwähnen sollte man es aber trotzdem. So wie die Medien vieles andere erwähnen, was nicht immer stimmt oder nur „halbwahr“ ist. Dieses Attentat kann man nicht rechtfertigen, aber ob wir je erfahren, wer die Drahtzieher dahinter waren, steht in den Sternen geschrieben. Wir wissen ja immer noch nicht, wer diese zwei Türme in Manhattan gesprengt hat. Vielleicht erfahren wir es ja in diesem Jahr, in dem sich das Ereignis zum zehnten Mal jähren wird.

Wie dem auch sei, auf ein frohes, neues Jahr, in dem sich sicherlich wieder viel abspielen wird, über dass man berichten kann.

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