Der kleine Sarko und die „Zigeuner“

Skurriles geschieht gegenwärtig in Frankreich, da werden doch tatsächlich europäische Staatsbürger wieder in ihr Herkunftsland abgeschoben. Darf man das denn überhaupt machen? Anscheinend dürfen und wollen das die Franzosen, solange es sich um jene Staatsbürger Europas um Roma und Sinti handelt, denn im Land von Baguette und Croissant werden mehrere illegale Siedlungen geräumt und dem Erdboden gleichgemacht. Anstatt dass sich die Bürger des Landes der „Freiheit“, „Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“ über solch eine Unmenschlichkeit aufregen, wenden sich die Umfrageergebnisse Präsident Sarkozys, die noch vor kurzem katastrophal waren, zum guten. Der kleine Sarko hat sich doch vorgestern tatsächlich gewundert, wieso seine Politik von der EU-Kommission kritisiert wird und will tatsächlich fast von sich behaupten, dass sein französischer Stolz verletzt sei und dass die EU-Kommission die ganze französische Nation beleidigt hätte. Desweiteren hat es sich Nicolas Sarkozy, selbst ein Migrantenkind, erlaubt, Unwahrheiten zu verbreiten, indem er behauptete, dass Angela Merkel ähnliche Pläne in Deutschland hätte und ebenfalls illegale Siedlungen räumen lassen wolle. Das Problem hierbei: In Deutschland existieren derartige Siedlungen nicht. Berlin dementierte das „Gerücht“, nahm aber nicht weiter Stellung dazu, da es die „sehr guten deutsch-französischen Verhältnisse schaden könne“. Wie auch immer, die zirka 9000-10000 Roma und Sinti müssen wieder in ihre Heimatländer, in diesen Fall wären das Rumänien und Bulgarien, zwei EU-Mitgliedsstaaten. Der Europäische Gerichtshof will nun prüfen, ob das Ganze illegal ist oder nicht, denn der sieht eindeutige Menschenrechtsverletzungen und diese sollte eigentlich jeder klar denkende Mensch sehen. Doch den Franzosen ist das egal, die Mehrheit ist auf Sarkozys Seite, denn sie sind es einfach Leid, vor ihren schönen Modeboutiqen und Fünf-Sterne-Restaurants irgendwelche „minderwertigen Bettler“ zu sehen. Aus diesem Grund sind auch die meisten Nordafrikaner in diversen Vorstädten untergebracht, dort können sie zwar Autos anzünden aber das „normale, verschnörkelte Pariser Stadtbild“, das man vielleicht als Tourist kennt, nicht beschädigen. Ob und wie Herr Sarkozy diese Gruppe loswerden will, ist eine andere Frage.

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